DEUTSCHE AKTIEN

8:50 | 16.06.2008
Lang & Schwarz – Daily Trader: BASF, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Postbank, Infineon Technologies, Porsche, ProSiebenSat.1 Media, RWE, Siemens, SolarWorld, VW

BASF: CEO Jürgen Hambrecht hat in einem Interview mit der „FAZ“ erneut die Jahresprognose von BASF bekräftigt. Es sei allerdings etwas anderes wenn man über US-Dollar und Ölpreis rede. „Wir werden unsere Prognose zum Quartalsende angesichts der aktuellen Ölpreisentwicklung prüfen und uns dann äußern“, sagte Hambrecht. Für 2008 hat BASF eine Umsatzsteigerung und ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbessertes EBIT vor Sondereinflüssen in Aussicht gestellt. Dafür ist ein Wechselkurs von 1,50 USD/Euro und ein Ölpreis von 90 USD pro Barrel im Jahresdurchschnitt zu Grunde gelegt. Wie er weiter erklärte, sind überdies Preiserhöhungen von bis zu 20% geplant. 

Commerzbank: Die sich verdichtenden Hinweise auf ein mögliches Zusammengehen von Commerzbank und Dresdner Bank lösen im Aufsichtsrat der Commerzbank erste kritische Reaktionen aus. Vize-Aufsichtsratschef Uwe Tschäge sagte gegenüber „€uro am Sonntag“: „Bisher ist die Commerzbank auch allein ganz gut zurechtgekommen, selbst in schwierigen Zeiten. Vorstandsmitglied Achim Kassow hat doch gerade erst die gute Ergebnisentwicklung im Privatkundengeschäft herausgestellt“. Hintergrund der Äußerungen ist die immer konkretere Formen annehmende Annäherung beider Institute. 

Daimler: Der Autokonzern hat die Suche nach einem neuen osteuropäischen Produktionsstandort für ihre Sparte Mercedes-Benz Cars offenbar auf zwei mögliche Standorte eingegrenzt. Informierten Kreisen zufolge ist die rumänische Stadt Cluj dabei aus dem Rennen. 

Deutsche Bank: Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete, ist es bei der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats zu einem Eklat gekommen. Erstmals hätten sich Arbeitgeber und etliche Belegschaftsvertreter verbündet, um gemeinsam zu verhindern, dass ein Vertreter von ver.di in einen Ausschuss des Kontrollgremiums gewählt wird. Dem Magazin zufolge ging auch der Posten des Vizechefs des Aufsichtsrats an Karin Ruck und damit an eine Vertreterin des Deutschen Bankangestellten-Verbandes (DBV), obwohl ver.di im Aufsichtsrat mit vier Mitgliedern die stärkste Fraktion stellt. 

Deutsche Postbank: Wie das „Wall Street Journal Europe“ meldete, könnte die Deutsche Post bereits in dieser Woche grünes Licht für einen Verkauf der Deutsche Postbank geben. Wie die Zeitung „Sunday Telegraph“ meldete, hat die britische Bank Lloyds TSB Interesse an der Deutsche Postbank. Das Institut befinde sich aber noch ganz am Anfang eines möglichen Übernahmeangebots. Lloyds TSB prüfe derzeit eine ganze Reihe von Kaufgelegenheiten. 

Infineon Technologies: Der japanische Speicherchiphersteller Elpida Memory erwägt derzeit keinen Einstieg bei der Infineon- Tochter Qimonda. Elpida schließe grundsätzlich keine Möglichkeit aus, sagte ein Konzernsprecher. “Aber wir erwägen derzeit nicht, ein solches Paket zu nehmen”. 

Porsche: Der Konzern will die Emissionswerte seiner Fahrzeugflotte angeblich mit der von VW verrechnen. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtete, auf diese Weise wolle Porsche Sanktionen der EU-Kommission vermeiden. Möglich werde dies, wenn Porsche die Mehrheit bei VW übernehme. Ohne Hilfe von VW müsste Porsche nach heutigem Stand 400 Mio. Euro Strafe pro Jahr zahlen. Der Konzern rechnet mit einer hohen Nachfrage nach der Dieselversion des Cayenne. Das entsprechende Modell solle im März kommenden Jahres vorgestellt werden, berichtete die „Automobilwoche“. Ursprünglich sei geplant gewesen, dass die Dieselvariante bereits im Januar 2009 gemeinsam mit der modellgepflegten Version des Porsche Boxster präsentiert wird. 

ProSiebenSat.1 Media: Der Konzern verkauft die C More Group AB an das schwedische Unternehmen TV4. In der C More Group AB ist das Pay-TV-Geschäft der ProSiebenSat.1 Group in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden gebündelt. Der der Transaktion zugrunde liege Unternehmenswert beläuft sich auf rund 3 Mrd. SEK. Das entspricht in etwa 320 Mio. Euro. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen. 

RWE: Nach einem Bericht des Magazins „Capital“ hat sich der Versorger ein neues mittelfristiges Sparziel gesetzt. Die Kosten sollen bis 2012 um 1 Mrd. Euro gesenkt werden. Das wolle CEO Jürgen Großmann im August offiziell mitteilen. Bisher war vorgesehen, die Kosten bis 2010 um 600 Mio. Euro zu senken. Überdies treibe Großmann die Verschlankung des Konzern stärker voran als bislang bekannt. Statt wie angekündigt 8.000 Stellen habe er in den vergangenen Wochen rund 10.000 der insgesamt 38.000 inländischen Arbeitsplätze in Querschnittsfunktionen auf Doppelarbeit untersuchen lassen. 

Siemens: Der geplante Stellenabbau ist nach Angaben von Personalvorstand Siegfried Russwurm „unvermeidlich“. Noch vor den Sommerferien sollen die Angestellten erfahren, ob sie von dem Sparprogramm betroffen sind, sagte der Manager der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Seit April rede er mit dem Betriebsrat über die Eckpunkte des Sparpakets, sagte Russwurm. Der Stellenabbau solle so „sozialverträglich wie möglich abgefedert“ werden. Betriebsbedingte Kündigungen werde es „wahrscheinlich nicht geben“. 

SolarWorld: In der Debatte um die Gründung einer deutschen Stromnetzgesellschaft signalisierte das Unternehmen Interesse an einer Beteiligung. „Es wäre zu überlegen, ob man uns nicht an der Netz-AG beteiligt“, sagte der Chef des Solarkonzerns, Frank Asbeck, gegenüber „Focus Money“. 

Volkswagen: Die EU-Kommission hat die beabsichtigte Übernahme des schwedischen LKW- und Busherstellers Scania durch VW genehmigt. Das Management erwartet keine wirtschaftlichen Probleme beim neuen Golf. Das Modell werde das zum Start angepeilte Renditeziel erreichen, sagte ein VW-Sprecher. Er relativierte damit einen Bericht des „Spiegel“. Dieser hatte gemeldet, der neue Golf werde nur eine Rendite von 3,4% erreichen. VW hat für die gesamte Laufzeit des Wagens eine Vorgabe von 8% gemacht; zum Start will sich der Konzern nach Medienberichten mit 5% begnügen. VW würden bei einer nur 3,4-prozentigen Rendite mehr als 600 Mio. Euro Gewinn gegenüber den ursprünglichen Planungen fehlen (ausgegangen von einem Durchschnittspreis von 20.000 Euro je Fahrzeug bei jährlich 660.000 verkauften Wagen). Wegen der Probleme, so schreibt das Magazin weiter, solle der neue Golf nicht mehr in den USA, Brasilien und Australien verkauft werden.

Vollständige Ausgabe des “Daily Trader” als PDF Datei laden.

Quelle: Newsletter “Daily Trader” der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG

Der “Daily Trader” steht Ihnen börsentäglich von Montag bis Freitag ab ca. 08:00 h morgens zur Verfügung. . Er informiert Sie über das Geschehen an der Wallstreet vom Vortag und greift im “Thema des Tages” interessante Tradingideen auf. Ein ausführlicher Nachrichtenteil bringt Sie in Kürze auf den neuesten Stand. Mit den “ausgewählten Unternehmensmeldungen” halten wir Sie über spannende und kursrelevante Nachrichten, Meinungen und Tradingideen zu den Unternehmen auf dem Laufenden, die Lang & Schwarz als Designated Sponsor betreut.


Weitere Meldungen
27.11.2009 Lang & Schwarz – Daily Trader: Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post, Infineon Technologies, Metro, ProSiebenSat.1 Media, Siemens, VW
28.10.2009 Lang & Schwarz-Daily Trader: Deutsche Bank, Commerzbank, Daimler, Deutsche Börse, Deutsche Telekom, Elringklinger, Infineon Technologies, MAN, ProSiebenSat.1 Media, SAP, Siemens
03.04.2009 Lang & Schwarz – Daily Trader: BASF, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Infineon Technologies, Lanxess, ProSiebenSat.1 Media

 

NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

22:44 Uhr | 09.02.2012
Möllenberg warnt vor ...


21:43 Uhr | 09.02.2012
Siemens sammelt drei Milliarden ...


20:28 Uhr | 09.02.2012
Rehn bestätigt griechisches ...


20:27 Uhr | 09.02.2012
EZB hat für Griechenland keinen ...


20:24 Uhr | 09.02.2012
Etappensieg für Samsung