DEUTSCHE AKTIEN

8:24 | 04.08.2009
Lang & Schwarz – Daily Trader: BMW, Continental, Daimler, Deutsche Börse, Fresenius, Fresenius Medical Care, Infineon Technologies, Lufthansa, RWE, Porsche, Volkswagen

BMW : Der Automobilhersteller verzeichnete im Juli auf dem US-Markt einen Absatzrückgang um 26,7% auf 21.253 Fahrzeuge (Kernmarke BMW: -31,5% auf 163.381 Fahrzeuge; Mini: -3,8% auf 5.063 Fahrzeuge). Nach den ersten sieben Monaten 2009 sank der Absatz um 27,4% auf 135.701 (186.890) Fahrzeuge.

Continental : Der Autozulieferer erwägt nach Angaben der IG Metall eine Verlagerung von Teilen der Produktion in seinen deutschen Elektronikwerken nach Osteuropa. Aktuell gebe es Gespräche zwischen Vertretern der Conti-Führung und der Belegschaft über Einsparungen an den Standorten, teilte die IG Metall mit. In der Diskussion seien kostenlose Mehrarbeit oder Kürzungen beim Weihnachtsgeld. Für den Fall, dass die Arbeitnehmerseite hier keine Zugeständnisse mache, drohe der Konzern mit Arbeitsplatzabbau oder einer Verlagerung von Teilen der Produktion an osteuropäische Standorte.

Daimler : Im Juli sank der Absatz um 24,2% auf 17.646 Fahrzeuge (smart: -44,6% auf 1.418 Stück; Mercedes-Benz: -21,7% auf 16.228 Stück). Nach den ersten sieben Monaten 2009 sank der Absatz um 27,7% auf 111.301 (153.970) Fahrzeuge.

Deutsche Börse : Das Handelsvolumen an der Terminbörse Eurex und der amerikanischen International Securities Exchange (ISE) ist im Juli auf 214,6 (281,3) Mio. Kontrakte gefallen. Im Juli 2009 entfielen 124 Mio. Kontrakte auf die Eurex und 90,6 Mio. Kontrakte auf die ISE. Im größten Segment der Eurex, den Aktienindexderivaten, ging der Umsatz im Juli von 89,3 Mio. auf 65,0 Mio. Kontrakte zurück. Der Börsenbetreiber hat die Handelsstatistik für Juli veröffentlicht. Im Xetra-Handel sowie an der Börse Frankfurt wurden insgesamt 90,4 (201,4) Mrd. Euro umgesetzt (-55%). Von den 90,4 Mrd. Euro entfielen 84,1 Mrd. Euro auf das elektronische Handelssystem Xetra, das damit einen Rückgang um 56% im Jahresvergleich verzeichnete. An allen Wertpapierbörsen in Deutschland wurden im Juli laut Orderbuchstatistik insgesamt 103,8 (218,6) Mrd. Euro umgesetzt (-52%).

Fresenius : Der Umsatz kletterte in Q2 2009 auf 3,52 (2,91; Marktkonsens: 3,49) Mrd. Euro. Das EBIT legte auf 508 (404; Marktkonsens: 505) Mio. Euro zu. Das Nettoergebnis lag bei 110 (112; Marktkonsens: 126) Mio. Euro. Fresenius hat den Ausblick für 2009 bestätigt.

Fresenius Medical Care : Der Umsatz stieg in Q2 2009 auf 2,76 (2,67; Marktkonsens: 2,75) Mrd. USD. Das EBIT ging auf 418 (429; Marktkonsens: 430) Mio. USD zurück. Das Nettoergebnis bezifferte sich auf 221 (211; Marktkonsens: 215) Mio. USD. Die Jahresprognose wurde bestätigt.

Infineon Technologies : Die Kapitalerhöhung des Konzerns ist am Kapitalmarkt gut angenommen worden. Die vorläufige Bezugsquote liegt nach Unternehmensangaben bei 96,7%. Mindestens 322 Mio. Aktien werden damit zu einem Bezugspreis von 2,15 Euro an die Bezugsrechteinhaber ausgegeben. Infineon fließen damit 692 Mio. Euro frisches Geld zu. Der geplante Einstieg des US-Finanzinvestors Apollo könnte damit vom Tisch sein. Die neuen Aktien sollen am Freitag gehandelt werden. Die übrigen rund 15 Mio. Aktien sollen Apollo angeboten werden. Dies würde etwa 1,4% des neuen Infineon-Grundkapitals ausmachen. Infineon erwartet von Apollo eine Entscheidung bis zum heutigen Nachmittag, ob sie sich mit diesem kleinen Aktienpaket zufrieden geben.

Lufthansa : Die Tochter Sun-Express (50:50 Joint Venture zwischen Lufthansa und Turkish Airlines) konnte laut “Handelsblatt” im ersten Halbjahr 2009 ihre Passagierzahlen um 34% steigern. Bis Ende 2010 will die Fluggesellschaft Sun-Express ihre Kapazitäten um mehr als ein Fünftel erweitern und das Streckennetz weiter ausbauen. Sun-Express-CEO Paul Schwaiger sieht sich mit dem Ausbau und der Erneuerung der Flotte der Zielsetzung näher kommen, die Stückkosten nachhaltig um fünf bis sieben Prozent zu senken. Mit den neuen Flugzeugen will Schwaiger das Streckennetz zügig ausbauen – und vom Ferienflieger zur normalen Airline werden.

RWE : Das Atomkraftwerk in Lingen im Emsland ist gestern wieder ans Netz gegangen. Alle Funktionstests für das Wiederanfahren seien erfolgreich absolviert worden, teilte RWE mit. Am 24.07. war es nach einer Störung im Transformatorbereich der Anlage zu einer Schnellabschaltung des Reaktors gekommen.

Porsche : Der Sportwagenhersteller verzeichnete im Juli in Nordamerika einen Absatzrückgang um 47% auf 1.744 Fahrzeuge.

Volkswagen : Der Autohersteller steigerte im Juli den Absatz in den USA um 0,7% auf 20.590 Fahrzeuge. In den ersten sieben Monaten 2009 sank der Absatz um 13,5% auf 117.598 (135.966) Fahrzeuge. Audi verzeichnete im Juli einen Rückgang um 5,8% auf 6.407 Fahrzeuge. Der Sportwagenhersteller Lamborghini legt laut “FTD” seine Skepsis gegenüber batteriegetriebenen Fahrzeugen stückweise ab. Erstmals feilt Lamborghini an einem Modell mit Hybridmotor, kündigte Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann im Gespräch mit der Zeitung an. In den nächsten sechs Monaten plant der Hersteller einen sogenannten Mildhybrid.


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