8:30 | 27.11.2009
Lang & Schwarz – Daily Trader: Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post, Infineon Technologies, Metro, ProSiebenSat.1 Media, Siemens, VW
Daimler: Der Autohersteller will sich laut der Nachrichtenagentur Reuters mit der Aufstockung seines Anteils am russischen Lkw- Hersteller Kamas Zeit lassen. “Wir haben keine Eile”, sagte der Chef der Daimler-Lkw-Sparte, Andreas Renschler. Daimler habe die Option seinen bisherigen Anteil von zehn Prozent auf eine Sperrminorität von bis zu 25 Prozent plus eine Aktie aufzustocken.
Deutsche Bank: Thomas Mayer wird zum 01.01.2010 die Leitung des Bereichs Research übernehmen. Als neuer Chef-Volkswirt übernimmt er damit die Nachfolge von Norbert Walter, der zum Jahresende aus dem aktiven Dienst ausscheiden wird. Mayer ist derzeit Chef-Volkswirt für Europa im Bereich Global Markets.
Deutsche Post: Die Tochter DHL und 19 weitere Kurierdienste sind laut “FTD” ins Visier der italienischen Wettbewerbsbehörde geraten. Der Behörde zufolge geht es um den Verdacht der Preisabsprachen. Es lägen Beschwerden vor, dass sich die Unternehmen über Gebührenerhöhungen im Transport auf der Straße verständigt haben. E.ON: Die EU-Kommission erhöht laut der “FTD” ihren Druck auf deutsche Energieversorger. Die Behörde geht dem Verdacht nach, dass E.ON sich im Gasmarkt wettbewerbswidrig verhält. So soll die Tochter E.ON Ruhrgas Transportkapazität in ihrem Leitungsnetz künstlich verknappt haben und damit Wettbewerber behindern, erfuhr die Zeitung aus Branchenkreisen. Beide Seiten verhandeln derzeit über einen Kompromiss.
Infineon Technologies: Der Absturz der vergangenen zwölf Monate ist vorbei, die Chipindustrie blick laut “Handelsblatt” wider optimistisch in die Zukunft. “Ich glaube, drei bis vier positive Jahre in der Halbleiterbranche liegen vor uns”, sagte Vorstandschef Peter Bauer gegenüber der Zeitung. Marktforscher teilen diese Ansicht und erwarten für das kommende Jahr schon wieder zweistellige Umsatzzuwächse bei den Herstellern. Im ersten Halbjahr 2009 musste Infineon – wie die meisten Chiphersteller weltweit – einen heftigen Einbruch der Erlöse sowie tiefrote Zahlen hinnehmen. Doch seit einigen Wochen geht es wieder aufwärts. Sollte es nicht noch schwere Verwerfungen in der Weltwirtschaft geben, werde sich diese gute Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen, zeigte sich CEO Bauer überzeugt.
Metro: Die größte deutsche Haushaltsgerätemarke Privileg könnte laut “FTD” doch noch zur Tochter Media Markt und Saturn gelangen. Der Zeitung zufolge verhandeln der Handelskonzern und das Versandhaus Otto über die Weitergabe der Markenrechte. Das Versandhaus hatte diese vor drei Wochen im Paket mit dem Namen Quelle aus der Insolvenzmasse des Handelskonzerns Arcandor gekauft. Metro käme damit einen großen Schritt bei seinem Versuch voran, mehr Eigenmarken zu verkaufen und so die Rentabilität zu erhöhen.
ProSiebenSat.1 Media: Der Medienkonzern rechnet mit einer Erholung des Werbemarktes. Nach Angaben von Vorstandschef Thomas Ebeling entwickele sich das laufende 4. Quartal “überraschend gut”. Im Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” erklärte er, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass der Umsatz im Schlussquartal 2009 im deutschen Geschäft das Vorjahresniveau erreiche. Ebeling fügte hinzu, dass der Konzern den Verkauf des Nachrichtensenders N24 prüft. Hintergrund seien wirtschaftliche Probleme des Nachrichtensenders. Neben einem Verkauf würden aber auch andere Optionen bis hin zu einer völligen inhaltlichen Neuausrichtung von N24 erwogen. Eine Schließung der Senders stehe aber “im Moment nicht zur Debatte”. Die frei werdenden Mittel sollen in andere TVProduktionen gesteckt werden, ergänzte er.
Siemens: Nach einem Bericht von „Bloomberg“ haben einige Finanzinvestoren, darunter KKR und BC Partners, Interesse an einer Übernahme der Hörgeräte-Sparte von Siemens. Die Sparte wird mit rund 3 Mrd. Euro bewertet. Weiteren Angaben zufolge erörtert Siemens derzeit mehrere Optionen wie zum Beispiel einen Verkauf oder ein IPO. Den Kreisen zufolge ist wahrscheinlich, dass sich Siemens von dem Bereich trennt.
Volkswagen: Nach Angaben des Brasilienchefs Thomas Schmall will Volkswagen wegen der steigenden Nachfrage nach Fahrzeugen im Zeitraum 2010 bis 2014 in die brasilianische Tochtergesellschaft 2,3 Mrd. Euro investieren. In Brasilien will das Unternehmen bis dahin 4 (zur Zeit: 3) Mio. Einheiten jährlich absetzen.
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