China Minsheng Banking darf an die Hongkonger Börse
Hongkong 20.08.09 (www.emfis.com) Wie bereits berichtet, beabsichtigt die China Minsheng Banking Corp noch in diesem Jahr einen Gang an die Hongkonger Börse. Die Regulierungsbehörde hat dem Vorhaben jetzt grünes Licht gegeben. Damit steht der ersten Privatbank aus China nichts mehr im Weg, um ein H – Share Listing durchzuführen. Die Bank wird nach aktuellen Meldungen 3,32 Mrd. Shares, oder 15 Prozent des Aktienkapitals, platzieren. Das Volumen wird mit umgerechnet 2,9 Mrd. US Dollar angegeben. Mit dieser Einnahme will die Bank ihre Quote der Eigenkapitalausstattung anheben. Lag diese mit Ende 2008 noch bei 9,22 Prozent, war sie bis zum 30. Juni auf 8,48 Prozent zurückgefallen. Um Zweigniederlassungen im Ausland eröffnen bzw. Akquisitionen durchzuführen können, muss sie laut Vorgabe eine Quote von mindestens 10 Prozent ausweisen. Tang Yawen, Analyst bei der Northeast Securities, begrüßte bereits im Juni das Vorhaben zu einem H-Share-Listing. Es könnte dazu beitragen, dass die Bank ihr Ansehen in den überseeischen Märkten erhöht und damit eine solide Basis für seine zukünftigen überseeischen Fusionen und Übernahmen bildet. Er rechnet mit einem Ausgabepreis zwischen 7,50 und 8,20 HKD. Um den Auftrag für das IPO rangelten etliche bedeutende Häuser. Zu diesen gehörten unter anderem die UBS, Deutsche Bank, Morgan Stanley, Bank of America Corp und die Macquarie Group. Den Zuschlag erhielten nun die BOC International Holdings Ltd, China International Capital Corp, Macquarie Capital (Hong Kong) Ltd und die UBS. Aus Bankkreisen heißt es, dass man in diesem Jahr ein Wachstum des Gewinnes von mindestens 35 Prozent auf 10,60 Mrd. Yuan (1,55 Mrd. USD) erreichen will. Im vergangenen Jahr lag es bei Plus 25 Prozent, der geringste Anstieg seit dem Börsengang in Shanghai im Jahr 2000.