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11:20 | 09.08.2010
Daewoo gewinnt Ausschreibung um lybisches Kraftwerk
Seoul/Tripolis 09.08.2010 (www.emfis.com) Das südkoreanische Unternehmen Daewoo Engineering and Construction hat eine Ausschreibung über ein 750-Megawatt Kraftwerk in Lybien gewonnen. Das neue Kraftwerk soll in Zwitina, im Südosten Lybiens, entstehen. Die Kosten für das Projekt werden auf 438 Mio. USD geschätzt. Zurzeit betreiben südkoreanische Unternehmen Bauprojekte in dem Wüstenstaat im Gesamtwert von 9,2 Mrd. USD. Lybien ist für die koreanischen Bauträger das weltweit sechstwichtigste Land in Bezug auf neue Bauvorhaben. In der letzten Zeit warf allerdings ein undurchsichtiger Spionageskandal einen Schatten auf die lybisch-südkoreanische Zusammenarbeit. Ein hochrangiger südkoreanischer Geheimdienstmitarbeiter wurde des Landes verwiesen da man ihm vorwarf Informationen über den Staatschef Gaddhfi zusammenzutragen. Vertreter des südkoreanischen Geheimdienstes versuchten die libysche Seite jedoch davon zu überzeugen, dass der Südkoreaner lediglich Informationen über Nordkorea und die Kooperation in der Rüstungsindustrie zwischen Südkorea und Libyen gesammelt habe. Bis jetzt wurde noch keine Einigung in dem Konflikt erzielt, auch wenn Beobachter sagten, beide Seiten würden große Anstrengungen machen um auf einander zuzugehen. Die in Lybien tätigen koreanischen Firmen befürchten der Disput könnte negative Auswirkungen auf die zukünftige Vergabe von Aufträgen in dem nordafrikanischen Land haben. Des Weiteren berichtete das Wirtschaftsmagazin „Herald Business“, dass Daewoo auch die Ausschreibung um ein 948 Mio. USD Kohlekraftwerk in Marokko gewonnen hätten. |
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