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8:32 | 31.03.2008
Hang Seng Index – Analyse
Mit einem Verlust von rund 31 Prozent zählt der Hang Seng im laufenden Abschwung an den Weltbörsen unter den wichtigsten Indizes bislang zu den größten Verlierern. Während damit zum Teil vorherige Exzesse korrigiert wurden – die Aussicht auf Anlagegelder von Festlandschinesen hatte zuvor für einen Kursanstieg von mehr als 50 Prozent in nur drei Monaten gesorgt – dürfte insbesondere auch die ausufernde Finanzkrise belastet haben. In unserer Schwerpunktausgabe vom 02. Dezember letzten Jahres sahen wir die größte Gefahr für den Index in der Möglichkeit, dass die Turbulenzen nicht eingedämmt werden können – dieses pessimistische Szenario ist zweifelsohne eingetreten. Für diesen Fall hatten wir mit bei einem Indexstand von 28.500 Punkten mit einem weiteren Kursrisiko von 20 Prozent binnen Jahresfrist gerechnet – dieses „Kursziel” hat der Index mit einem aktuellen Stand von rund 21.900 Punkten in nur drei Monaten locker erreicht. Damit stellt sich die Frage, wie das Chance-Risiko-Verhältnis aktuell zu quantifizieren ist. Fundamental steht die Ampel weiterhin auf grün. Die politische Führung rechnet im laufenden Jahr mit einem Wachstum zwischen 4 und 5 Prozent. Im Vergleich zu den Expansionsraten der Vorjahre, die zwischen 5,7 und 8,6 Prozent lagen, ist dies zwar eine spürbare Abkühlung, nichtsdestotrotz ist das immer noch ein Wert, der in ähnlich entwickelten Staaten mit Ausnahme von Singapur vergeblich seines gleichen sucht. Allerdings ist der Finanzsektor im Hang Seng stark vertreten, und das Abwärtspotenzial dieser Aktien kann derzeit nur schwer ausgelotet werden. Wir halten eine weitere Korrektur in dem Sektor von durchschnittlich 30 bis 40 Prozent während der nächsten zwölf Monate nicht für ausgeschlossen. Insofern könnte auch der Index in unserem pessimistischen Szenario noch mal um 25 Prozent nachgeben (Eintrittswahrscheinlichkeit 50 Prozent). Bei einem weltweiten Rebound sollte der Hang Seng allerdings auch zu den Marktbarometern gehören, die sich am schnellsten und deutlichsten erholen. Wir schätzen das Kurspotenzial auf 40 Prozent, allerdings auch nur mit einer 50-prozentigen Eintrittswahrscheinlichkeit. Angesichts dieser diffizilen Situation haben wir uns vor dem Hintergrund der bereits deutlichen Korrektur und unserer fundamental grundsätzlich positiven Einstellung für den Aufbau einer ersten Position mit einem gecappten Bonuszertifikat entschieden. Der Puffer von rund 31 Prozent zum Kaufzeitpunkt sollte angesichts der überschaubaren Restlaufzeit (18.12.08) selbst im pessimistischen Fall ausreichen, gleichzeitig winkt eine attraktive Rendite von 16 Prozent p.a. |
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