11:24 | 07.02.2012
Marktbericht: Australien schließt nach starkem Start etwas leichter
Sydney 07.02.2012 (www.emfis.com) Die australischen Aktienindizes kletterten trotz der mäßigen Vorgaben seitens der Wall Street im heutigen Handel zunächst auf ein weiteres Jahreshoch, bevor die US-Futures in den roten Bereich drehten und die Aussie-Indizes mit in die Tiefe rissen.
Immerhin hielten sich die Rücksetzer in einem problemlos vertretbaren Rahmen. Beim S&P/ASX ging es letztlich 21,8 Zähler oder rund 0,5 Prozent auf 4.274,20 Punkte abwärts. Etwas besser sah es beim All Ordinaires aus, der die Sitzung lediglich 19,7 Punkte (0,45 Prozent) leichter bei 4.344,90 Zählern beendete.
Rohstoffwerte gemischt, Banken überwiegend schwächer
Die in den Indizes schwer gewichteten Rohstoff-Aktien wiesen eine gemischte Performance auf. Auffällig war in diesem Zusammenhang, dass es einmal mehr die konjunktursensitiven Rohwaren-Titel waren, die den Markt stützen. So zogen beispielsweise die Papiere von BHP Billiton 1,62 Prozent auf 38,21 Dollar, obwohl sich das Unternehmen mit einer am Freitag beginnenden Bestreikung seiner Kohleminen in Queensland konfrontiert sieht. Die Anteilscheine des Konkurrenten Rio Tinto haussierten gar um 2,55 Prozent auf 72,30 Dollar. Richtig zur Sache ging es bei den Aktien von Fortescue Metals, die um ganze 5,71 Prozent auf 5,36 Dollar ansprangen, nachdem man mit demnächst mit der Noble Group möglicherweise einen neuen Großaktionär bekommt. Im Energie-Sektor verteuerten sich die Aktien von Woodside Petroleum um 0,93 Prozent auf 34,41 Dollar, während Santos-Aktien 0,14 Prozent auf 13,66 Dollar abgaben. Weitere Gewinnmitnahmen waren zudem bei den Papieren von OilSearch auszumachen, die 1,07 Prozent auf 6,36 Dollar abgaben. Schwach präsentierten sich demgegenüber die Aktien der Edelmetall-Produzenten. Die Dividenden-Papiere von Eldorado Gold gingen 2,85 Prozent auf 13,94 Dollar in die Knie und die Aktien von Newcrest Mining verbilligten sich um 0,96 Prozent auf 33,92 Dollar. Deutliche Kurseinbußen mussten auch Bank-Aktien verkraften. Am Schlimmsten erwischte es die National Australia Bank, deren Anteilsscheine um fast vier Prozent auf 23,21 Dollar einbrachen, obwohl das Unternehmen einen Gewinnsprung für das letzte Quartal meldete. Aber offenbar hatte der Markt mit einem noch höheren Ertrag gerechnet. Die Aktien der Commonwealth Bank gaben 0,64 Prozent auf 50,51 Dollar nach und Westpac-Papiere gab es zum Handelsschluss 0,52 Prozent günstiger für 20,92 Dollar. Dafür reichte es bei den Papieren der ANZ zu einem kleinen Plus von 0,14 Prozent auf 21,36 Dollar. Von den heftigen Abverkäufen im späten Handel sollten sich Anleger nicht allzu sehr irritieren lassen. Denn zur Stunde stehen die Zeichen tendenziell eher auf weiter steigende Aktienkurse. Allerdings dürfte das weitere Aufwärtspotenzial angesichts des mittlerweile erreichten Niveaus überschaubar sein.
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