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8:56 | 07.02.2012
Marktbericht: Edelmetalle trotz Dollar-Stärke knapp behauptet
New York 07.02.2012 (www.emfis.com) Der gestrige Edelmetallhandel an der Wall Street verlief recht ruhig. Von daher überrascht es nicht, dass sich die Kurs-Bewegungen in engen Grenzen hielten. Unterm Strich konnten die edlen Metalle sich im Wesentlichen behauptet aus der Sitzung verabschieden. Der Goldpreis gab schlussendlich im Vergleich zum Vortag sechs Dollar oder 0,35 Prozent auf 1.719,90 Dollar nach, obwohl das Metall der Könige sich im Verlauf der Sitzung tendenziell nach oben hangelte. Silber verteuerte sich um einen Cent auf 33,68 Dollar. Platin büßte zehn Dollar (0,6 Prozent) auf 1.611 Dollar ein. Und bei Palladium ging es drei Dollar bzw. gut 0,4 Prozent abwärts auf 703 Dollar. Bei der Suche nach den Ursachen für die mäßige Performance von Gold & Co. stößt man schnell wieder auf die üblichen Verdächtigen. Namentlich handelt es sich dabei in erster Linie um Griechenland und um den Wechselkurs zwischen Dollar und Euro. Obwohl für die Helenen gestern Mittag eine Deadline im Hinblick auf eine Einigung in Sachen Schuldenschnitt abgelaufen war, kam es bislang zu keiner Übereinkunft. Damit nahmen die Sorgen vor einer unkoordinierten Pleite des südeuropäischen Landes wieder zu. Und da man in diesem Fall auch massive negative Auswirkungen auf die gesamte Eurozone nicht ausschließen kann, flüchteten viele Anleger einmal mehr in den vermeidlich sicheren Hafen namens Dollar. Dies hatte zur Folge, dass der Euro von seinem Tageshoch bei knapp 1,32 Dollar im Tief bis auf 1,305 Dollar abwertete. Im späten Handel konnte die Gemeinschaftswährung zwar wieder etwas Boden gutmachen, nachdem die Griechen weitere Sparmaßnahmen (Entlassung von bis zu 150.000 Staatsbediensten) in Aussicht stellten. Angesichts des signifikanten Drucks von der Währungsfront kann man feststellen, dass sich die Edelmetalle eigentlich noch ganz ordentlich gehalten haben. Ob dem allerdings auch in den kommenden Wochen so sein wird, bleibt abzuwarten. Denn letztlich kommt man um die Feststellung kaum herum, dass der Dollar gegen den Euro auf Grund der in den USA deutlich besser laufenden Wirtschaft ein nicht zu unterschätzendes Aufwärtspotenzial besitzt. Kann der Greenback ungeachtet der auf Hochdruck laufenden Notenpressen in Übersee dieses umsetzen, könnte es für die Edelmetall-Bullen auf Sicht von einigen Wochen oder Monaten durchaus eng werden. |
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