TOP-STORIES

9:42 | 14.04.2009
TopStory: Goldmarkt mit hausseträchtigen Faktoren

TopStory: Zwar schwankte der Goldpreis auch noch im österlichen Handel angesichts überraschend grossem Angebot am physischen Markt mit Ware aus Altmetall deutlich unter dem Niveau von 900 US-Dollar je Feinunze. Die Aussichten klingen aber günstig, dass in absehbarer Zeit wieder die Tausend-Dollar- Marke durchbrochen wird.

Gegenwärtig drücken am Goldmarkt Lieferungen von Gold in Form von Altmetall und Münzen der Investoren auf den Preis, die von Investoren stammen, die noch in den letzten Monaten geradezu panikartig Gold in jeder Form kauften, aus Angst, dass sich der Abwärtstrend an den Wertpapierbörsen fortsetzen könnte. Der sogenannte “sichere Hafen”, wie die Investition in Gold als Schutz gegen Verlusten an anderen Märkten genannt wird, wird nun aber von einem Teil dieser Investoren wieder verlassen, wenn Grund zur Annahme besteht, dass die Talsohle an den Aktienbörsen durchschritten wird.

Jedenfalls gibt den “Goldbugs” die neuste fundamentale Studie der Analytiker von Gold Fields Mineral Services (GFMS) recht. Nach Auffassung dieser Londoner Firma kann der Goldpreis in den kommenden Monaten “leicht” die Marke von 1000 Dollar, ja sogar 1100 Dollar erreichen. Als wichtiger Grund für einen erneuten Aufwärtstrieb am Goldmarkt nennt GFMS die von der amerikanischen Regierung eingeleitete Fiskal- und Geldmarktpolitik, die in naher Zukunft einen Inflationsdruck bewirken dürfte.

Ausserdem werden die Notenbanken mit Zinssatzerhöhungen Zurückhaltung üben, während sich gleichzeitig die Prognosen für ein weltweites Wirtschaftswachstum als wenig verheissungsvoll präsentieren und auch die Festigkeit des amerikanischen Dollars fragwürdig erscheint, letzteres hauptsächlich als Resultat von Zweifeln darüber, ob von anderer Seite der Wunsch oder die Möglichkeit bestehen bleiben wird, die Explosion der amerikanischen Schuldenlast weiterhin zu finanzieren. Jedenfalls ist der Hunger von vielen Anlegern nach physischem Gold nach wie vor vorhanden. Als Resultat ist laut GFMS 2008 die Nachfrage nach Goldmünzen um nicht weniger als 40 Prozent gestiegen, während der Bedarf von Goldschmuck bei Preisen über 880 Dollar kräftig nachgelassen hat und erst in letzter Zeit wieder zugenommen hat, als der Goldpreis zeitweise unter diese Marke von 880 Dollar fiel.

Haussefördernd wirkt auch für GFMS der Umstand, dass die Minenproduktion 2008 weltweit mit einem Rückgang von drei Prozent auf den niedrigsten Stand der letzten zwölf Jahre gefallen ist, darunter namentlich in Südafrika und Indonesien, und 2009 nicht mit einer wesentlichen Steigerung des Minenausstosses gerechnet werden kann. AWP


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