TOP-STORIES |
|---|
10:05 | 09.02.2010
TopStory: Kaffeepreise sinken trotz knapper Versorgungslage
ROHSTOFFE EXTRA: Die Kaffeepreise sind im Verlaufe der letzten Tage, im Zuge der wieder pessimistischeren Aussagen über den weiteren Verlauf der Weltkonjunktur, auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Wochen gefallen, obschon die Versorgungslage knapp bleibt. Daher ist für die kommenden Wochen kaum damit zu rechnen, dass der Abwärtstrend eine Fortsetzung finden wird. Die Spekulation und Verwalter von Rohstofffonds zeichnen in den letzten Tagen verantwortlich für den Abwärtstrend. Der stärkere Dollar am Devisenmarkt hat ebenfalls dazu beigetragen, dass die an den Börsen in amerikanischer Währung bewerteten Rohstoffe in anderen Währungen nicht billiger geworden sind und deshalb kein grösseres Kaufinteresse gefunden haben. Es gilt darauf hinzuweisen, dass namentlich aus Kolumbien und Zentralamerika das Angebot gering bleibt. Kolumbien beklagt mit einer Menge von 8,7 Mio Sack zu je 60 Kilogramm die schlechteste Ernte der letzten 35 Jahre und diejenige Mexikos hat mit 4,3 Mio Sack ebenfalls nicht die Erwartungen erfüllt. Die Notierungen schwanken gegenwärtig deutlich unter dem vor Jahresfrist erreichten Niveau. Die Vorratsbestände in den grossen Verbraucherländern müssen als niedrig bezeichnet werden. An der New Yorker Börse sind beispielsweise die noch vorhandenen Vorräte verschwindend klein geworden. Obschon gegenwärtig am Weltmarkt geringe Kaffeemengen zum Verkauf angeboten werden, entsteht keine Nervosität bei den Händlern, weil man damit rechnet, dass in Bälde der Markt mit neuer Ware aus Brasilien überschwemmt wird. Weltweit wird die Ernte der auslaufenden Saison 2009/10 auf 125,9 Mio Sack zu je 60 Kilogramm geschätzt. Davon trägt Brasilien eine Produktion von 41,9 Mio Sack bei. Für Indonesien wird eine Ernte von 8,6 Mio Sack in Aussicht gestellt, für die Länder Westafrikas eine solche von 15,05 Mio Sack, für Ostafrika von 12,5 Mio Sack und für Vietnam von 17,4 Mio Sack. Erst für die neue Ernte 2010/11 dürften sich die Umweltbedingungen für den Kaffeeanbau verbessern. Die amerikanische Wetterstation Cropcast rechnet mit einer Welternte von 137,29 Mio Sack. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr dürfte in erster Linie deswegen erreicht werden, weil in Brasilien eine Produktion von 50 Mio Sack erwartet wird. Zwar beklagt das nordwestliche Minas Gerais und Espirito Santo eine ausserordentlichen Trockenheit, und in südlichen Sao Paulo werden überdurchschnittlich grosse Niederschläge gemeldet. Doch in den übrigen Anbauregionen des Landes werden die Witterungsbedingungen als günstig bezeichnet. Auch in Kolumbien ist von einem leichten Anstieg der Erzeugung auf 9,5 Mio Sack die Rede, obschon mit einer solchen Menge das Ernteziel bei weitem nicht erreicht werden dürfte. |
| Weitere Meldungen |
|---|









