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10:15 | 09.03.2010
TopStory: Aluminium-Verpackungen 2009 leicht rückläufig

TopStory: Die Produktion von Verpackungen aus Aluminium ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Mit 356.600 t Folien, Tuben, flexiblen Verpackungen sowie Aerosol- und Getränkedosen produzierten die Hersteller von Aluminiumverpackungen rund 9% weniger als im Jahr 2008 (393.000 t), teilte der Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) mit. Der Umsatz der Branche ging 2009 – auch infolge der gesunkenen Aluminiumpreise – auf 2,1 Mrd EUR (2008: 2,4 Mrd EUR) zurück. Die Kunden der Aluminium-Verpackungshersteller hätten im vergangenen Jahr konsequent ihre Lager abgebaut und seien dazu übergegangen, immer kurzfristiger zu ordern, so der GDA. Gleichzeitig seien oft nur kleinere Losgrößen nachgefragt worden. Auffallend sei auch der Trend zu Handels- oder Eigenmarken.
Der Produktionsrückgang im vergangenen Jahr verteilte sich dabei unterschiedlich: So verzeichneten Verpackungen für höherpreisige Kosmetik, bei denen ein Aufschieben des Kaufs eher möglich ist, deutlichere Rückgänge. Stabil bis leicht positiv haben sich hingegen die Märkte für Pharmaverpackungen, Molkereiprodukte und Getränke entwickelt. Nach dem guten Jahr 2008 hätten die Hersteller von Aluminiumverpackungen im vergangenen Jahr trotz der globalen Wirtschaftkrise aber noch vergleichsweise gut abgeschnitten, sagte Stefan Glimm, Geschäftsführer des GDA. Für 2010 erwartet er einen leichten Aufwärtstrend. Denn zu Jahresbeginn sei die Branche gut beschäftigt und die Auftragseingänge hätten angezogen. Angesichts der kurzfristigen Planungen der Kunden sei eine zuverlässige Prognose für den weiteren Verlauf des Jahres aber kaum möglich.
Auf einem erfolgreichen Weg befindet sich nach Angaben des GDA-Geschäftsführers die Aluminium-Getränkedose. Anspruchsvolle Designs und ein gesteigertes Umweltbewusstsein hätten zu einer stark verbesserten Akzeptanz der Getränkedose bei den Verbrauchern geführt. Der Getränkedosenmarkt wachse insgesamt zweistellig und die Aluminiumdose sogar überproportional. So habe sich der Marktanteil geändert: Ausgehend von einem bescheidenen früheren Marktanteil von 12% bis 15% seien heute mehr als zwei Drittel der in Deutschland konsumierten Getränkedosen aus Aluminium.
Im Jahr 2008 lag die Recyclingrate für alle Aluminiumverpackungen nach jüngst veröffentlichten Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) in Deutschland bei 81,3%, was einen Spitzenwert darstellt. Im europäischen Ddurchschnitt liegt die Recyclingrate bei ca. 50%. Die Rücklaufquote für Aluminium-Getränkedosen im Pfandsystem lag 2008 in Deutschland sogar bei 96%. Durch das Recycling von Aluminiumverpackungen werden laut GDA in Deutschland 300.000 t CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart.
Die Hersteller von Aluminiumverpackungen sind im GDA in den Fachverbänden Aluminiumfolien, Flexible Verbundstoffe sowie Tuben, Dosen und Fließpressteile zusammengeschlossen. Die insgesamt 30 Fachverbands-Mitgliedsfirmen sind meist mittelständisch organisiert und haben rund 15.000 Beschäftigte. Rund 65% ihres Absatzes erzielen sie in der Lebensmittelindustrie, etwa 15% gehen in die Pharma- und Kosmetikindustrie. Zudem verkaufen die Firmen an technische Anwender, vorwiegend aus den Industriebereichen Bau, Automobil, Elektrotechnik, Chemie, und Druck.


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