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15:00 | 11.02.2019
Aktie nähert sich Rekordhoch: Carl Zeiss Meditec weiter im Aufwärtstrend

Die weltweit steigende Nachfrage nach Augenbehandlungen lässt Carl Zeiss Meditec weiter wachsen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal des im Oktober begonnenen Geschäftsjahres um fast zehn Prozent auf 323,6 Millionen Euro – dabei lief es vor allem in Asien, aber auch in Deutschland, Frankreich und Südeuropa sehr gut.

Die Anleger reagierten zunächst verhalten auf die Zahlen, am Nachmittag legten die im TecDAX notierten Papiere dann allerdings rund zwei Prozent zu – und näherten sich damit ihrem Rekordhoch bei 83,40 Euro vom vergangenen Donnerstag wieder an.

Der Medizintechnikkonzern, der auf die Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten spezialisiert ist, verbesserte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit auch dank geringerer Forschungs- und Entwicklungskosten auf 48,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 38,9 Mio. Euro). “Wir setzten kontinuierlich unsere Strategie um, die auf Innovationen und globaler Ausrichtung fußt”, erklärte Vorstandschef Ludwin Monz in Jena. Den Auslandsanteil am Umsatz bezifferte er auf etwa 90 Prozent.

Unterm Strich stand laut Monz nach dem ersten Quartal ein Gewinn von 28,4 Millionen Euro – etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Grund dafür seien Ausgaben, um das Risiko von Währungsschwankungen für das Unternehmen zu verringern.

CoBa-Analyst enttäuscht über Entwicklung in Amerika

Traditionell nannte der Vorstand bei der Geschäftsprognose für das laufende Jahr keine absoluten Zahlen. “Wir wollen mindestens so schnell wachsen wie unsere Märkte. Das haben wir in den letzten Jahren auch geschafft”, betonte Monz. Zudem werde eine Ertragsmarge zischen 14 und 16 Prozent angepeilt. Im ersten Quartal lag sie nach Unternehmensangaben bei knapp 15 Prozent.

Analyst Scott Bardo von der Berenberg Bank sprach von einem guten Start ins neue Geschäftsjahr. Überraschungen habe es aber keine mehr gegeben, nachdem das Unternehmen bereits Mitte Januar seine vorläufigen Zahlen veröffentlicht hatte. Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff zeigte sich allerdings verwundert über die schwache Entwicklung des Medizintechnik-Unternehmens im Amerika-Geschäft. Dort hatte Carl Zeiss Meditec im Berichtszeitraum Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, nachdem das Unternehmen im Vorjahresquartal noch einen deutlichen Schub durch Produkteinführungen erlebt hatte.

Carl Zeiss Meditec ist mit seinen rund 3000 Beschäftigten einer der wenigen ostdeutschen Vertreter im Technologiewerte-Index der Frankfurter Börse. Ende Dezember rückte die Aktie zudem in den MDAX auf. Die baden-württembergische Carl Zeiss AG hält aktuell 59 Prozent der Aktien. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Carl Zeiss Meditec


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