TOP-STORIES |
|---|
9:09 | 18.01.2012
Aurubis: Analysten erwarten Rekordergebnis
Die Messlatte liegt hoch für Aurubis. Die Analysten erwarten, dass der führende europäische Kupferkonzern am Donnerstag (19. Januar) einen kräftigen Umsatz- und Ergebnissprung für das im September zu Ende gegangene Geschäftsjahr vermeldet. Nach Ansicht der Experten sollten höhere Preise und eine starke Nachfrage den MDax-Konzern 2010/2011 insgesamt aber weiter auf Wachstumskurs gehalten haben – auch wenn sich das Geschäft mit Kupferprodukten nach der starken ersten Jahreshälfte zwischenzeitlich spürbar abgeschwächt habe. Die guten Erträge im Recyclinggeschäft sollten sich ebenfalls positiv ausgewirkt haben. Die von der Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten erwarten für das abgelaufene Geschäftsjahr einen um 30 Prozent auf 12,87 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz. Das operative Vorsteuerergebnis (EBT) dürfte nach diesen Schätzungen mit 283 Millionen Euro (Vorjahr 258 Mio.) einen Rekordwert erreichen. Der zum Jahreswechsel ausgeschiedene Konzernchef Bernd Drouven hatte sogar mehr als 260 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Dividende dürfte Aurubis laut den Analysten von zuletzt 1,00auf 1,37 Euro je Aktie erhöhen. Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe Marc Gabriel rechnet mit „insgesamt guten Ergebnissen“. Die Perspektive hätte sich aber inzwischen etwas eingetrübt. So rechne die Elektroindustrie mit einer deutlichen Wachstumsabschwächung. Zudem dürften die Kunden im Schlussquartal bei ihren Bestellungen wegen der Finanzkrise sehr zurückhaltend agiert haben. „Das erste Quartal 2011/12 dürfte deshalb auf der Produktseite etwas schwächer ausfallen. Eine Erholung sei erst ab dem zweiten Quartal zu erwarten“, so der Experte. Perspektiven für 2012 etwas eingetrübt Auch die WestLB erwartet nach dem Rekordergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr Gegenwind. So dürfte der Kupferpreis wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit im Durchschnitt niedriger sein. Dies begrenze das Umsatzwachstum. Allerdings ist der Kupferpreis eher ein durchlaufender Posten, er beeinflusst die Ertragslage nur indirekt – etwa über höhere Schmelz- und Raffinierlöhne. Die DZ-Bank glaubt nicht, dass einer konkrete Prognose für 2011/2012 veröffentlicht wird: „Das Augenmerk dürfte auf dem Ausblick liegen, der angesichts der gestiegenen Konjunkturrisiken von einer gewissen Vorsicht geprägt sein dürfte.“ Der scheidende Konzernchef Drouven hatte in einem Interview zuletzt signalisiert, dass er trotz einer schwächeren Konjunktur nicht mit einem Nachfrageeinbruch rechne. Große Ergebnissprünge werde es allerdings nicht geben. Er hatte für das laufende Geschäftsjahr „ein stabiles Geschäft mit Schwankungen“ in Aussicht gestellt. Drouven hat das Ruder zum Jahreswechsel an Peter Willbrandt übergeben, der bereits zuvor dem Vorstand angehörte. Ein Strategieschwenk zeichne sich laut Drouven damit wohl nicht ab. Das Unternehmen dürfte deshalb weiter vor allem in Asien und Südamerika nach Kaufgelegenheiten Ausschau halten. Foto: © Aurubis |
| Weitere Meldungen |
|---|









