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10:55 | 11.01.2012
Ausverkauf bei Metro-Aktie

Die „Sell“-Empfehlung der UBS für die Metro-Aktie verfehlt ihre Wirkung nicht. Die Anleger folgen den Analysten der Schweizer Großbank und drücken den Verkaufen-Button. Mit einem Minus von fast 4 Prozent ist der Titel des Handelskonzerns Schlusslicht im Dax.

Die Schweizer Großbank UBS stuft Metro von „Neutral“ auf „Sell“ ab und senkt das Kursziel von 32 auf 26 Euro. Zudem setzte sie die Aktie auf ihre „Least Preferred List“. Als Folge seiner vorsichtigen Einschätzung für die Umsatz- und Margenentwicklung habe er seine Prognosen für den operativen Gewinn (EBIT) und den Gewinn je Aktie (EPS) in diesem Jahr um sechs respektive acht Prozent gekürzt, schreibt Analyst Benjamin Peters.

Die Markterwartungen gingen derzeit davon aus, dass der Handelskonzern 2012 allmählich wieder zu einem Gewinnwachstum je Aktie auf Vorkrisenniveau zurückkehren werde. Dies ist laut Peters vor dem Hintergrund des gegenwärtig trüben Konjunkturklimas allerdings eine übertrieben optimistische Haltung.

Auch ein Ausblick der Deutschen Bank auf einen am 17. Januar anstehenden Zwischenbericht fiel vorsichtig aus. Die Warnung des Handelsunternehmens vor einem schwachen Geschäfts vom 6. Dezember könnte zwar für den deutschen Markt ein wenig voreilig gewesen sein, da jüngste Daten eine gute Entwicklung in den späten Dezemberwochen vermuten ließen, erklärt Analyst James Collins.

Allerdings gehe er davon aus, dass die Geschäfte im übrigen Europa nur wenig besser gelaufen sein dürften. Die Gewinnentwicklung des Konzerns dürfte im Rahmen seiner Aussagen ausgefallen sein, die für 2011 von einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht unter” den 2,4 Milliarden Euro des vorangegangenen Jahres ausgingen. Collins verwies zudem auf das kurzfristig schwer zu beurteilende Gewinnpotenzial des Unternehmens. Daher belasse er die Aktie trotz des Aufwärtspotenzials zum Kursziel von 45 Euro auf „Hold“.

Ein Händler verwies zudem auf Abstufungen des niederländisch-britischen Konkurrenten Unilever durch Morgan Stanley und Merrill Lynch als mögliche Belastungsfaktoren. Auch vom Wettbewerber Sainsbury kamen keine guten Nachrichten: Er übertraf zwar mit einem Rekord-Weihnachtsgeschäft die Erwartungen, blieb mit seinem kurzfristigen Ausblick aber vorsichtig. Entsprechend konnten die Aktien ihre Anfangsgewinne nicht halten.


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