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12:23 | 14.06.2010
Bittere Pille für Bayers Hoffnungsträger
Der Chemie- und Pharmakonzern hat mit seinem Präparat Nexavar einen herben Rückschlag erlitten: In einer Phase-III-Studie wurden nicht alle angestrebten Ziele erreicht, damit ist eine Zulassung als Lungenkrebsmittel in weite Ferne gerückt. Die Bayer-Aktie verliert gegen den freundlichen Markttrend. Nexavar, das bereits in mehr als 90 Ländern für die Behandlung von Leberkrebs und die Nierenkrebs-Therapie zugelassen ist, hat in einer Phase-III-Studie die Gesamtüberlebenszeit von fortgeschrittenem Lungenkrebs nicht verbessert, teilte der Konzern mit. Das geschätzte weltweite Umsatzpotenzial des Produkts betrage allerdings- allein in den zugelassenen Indikationen – weiterhin rund 750 Millionen Euro, betonte Bayer, das trotz des Rückschlags weiter an Nexavar als Lungenkrebsmittel forschen will. Eine Zulassung für die Behandlung von Lungenkrebs hält Analyst Carsten Kunold von der Privatbank Merck Finck & Co nach den negativen Studienergebnissen jedoch für unwahrscheinlich. Ein weiterer Analyst betonte, dass die Zulassung für die Behandlung von Lungenkrebs zu einer substanziellen Verbesserung der Verkaufszahlen bei Nexavar hätte führen können. Dass das Medikament zwar die primären Endpunkte in der Phase-III-Studie verpasst, aber immerhin die sekundären Endpunkte für ein sogenanntes progressionsfreies Überleben, also ohne Fortschreiten der Krankheit, erfüllt habe, erhalte noch ein wenig Hoffnung. Bei der Studie wurden Sicherheit und Wirksamkeit von Nexavar in Kombination mit den beiden Chemotherapeutika Gemcitabin und Cisplatin im Vergleich zur Chemotherapie allein geprüft. |
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