TOP-STORIES |
|---|
9:26 | 11.07.2011
Bittere Yasmin-Pille für Bayer
Die Aktie von Bayer steht zu Wochenbeginn schwer unter Druck. Der Pharma- und Chemiekonzern hat auch in Europa einen Patentstreit gegen die Novartis-Tochter Hexal verloren. Die Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts wies das Formulierungspatent von Bayer für die Verhütungspille Yasmin zurück. Damit hob die Behörde eine Entscheidung der Einspruchsabteilung aus dem Jahr 2006 auf, die das Patent noch bestätigt hatte. Der Nachahmerpräparate-Hersteller Hexal hatte gegen diese Entscheidung Beschwerde eingelegt. Bayer kündigte an, vor einer Entscheidung über die weiteren Schritte zunächst die genaue Begründung zu studieren. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen in einem ähnlichen Fall in den USA ebenfalls eine Niederlage einstecken müssen. „Wir sind enttäuscht, dass das Europäische Patentamt unsere Rechtsauffassung nicht geteilt hat“, so Bayer-Manager Flemming Ornskov. Trotz der Entscheidung der Beschwerdekammer sind wir zuversichtlich, unsere europäische Führungsposition im Bereich Frauengesundheit beizubehalten.“ Einige neue Produktkandidaten befänden sich, so Ornskov, in der späten Entwicklungsphase, darunter ein neues hormonelles intrauterines Verhütungsmittel (LCS) und ein Verhütungspflaster. Daniel Wendorff von der Commerzbank sieht durch die Entscheidung rund 10 Prozent des Pharmaumsatzes und etwa 5 Prozent des operativen Konzernergebnisses (EBIT) gefährdet. Zwar habe es bereits Konkurrenzdruck auf dem US-Markt gegeben, in Europa aber habe bis 2020 Patentschutz bestanden. Das Votum des Analysten für die Bayer-Aktie lautet „Hold“ mit einem Kursziel von 57 Euro. |
| Weitere Meldungen |
|---|









