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8:24 | 10.04.2008
TopStory Rohstoffe: Codelco prüft Joint Ventures mit ausländischen Unternehmen

financial.de TopStory: Codelco beleuchtet derzeit die Möglichkeiten zukünftiger Joint Ventures mit chinesischen Partnern. „Wir suchen nach Gemeinschaftsprojekten mit China und haben immer gesagt, dass wir offen sind für etwaige Joint Ventures, solange wir die Aktivitäten in Chile konzentrieren”, sagte der CEO des chilenischen Kupferproduzenten, Jose Pablo Arellano, auf der CESCO-Konferenz in Chile. Aber auch Kupferprojekte außerhalb, und zwar mit oder ohne ausländische Partner, ziehe man in Erwägung. Dies schließe auch China mit ein, bestätigte Arellano. Zudem prüfe das Unternehmen eine Ausweitung seiner Aktivitäten auf das Hüttengeschäft. Angesichts der derzeitigen Energie- und Wasserverknappung in Chile sowie der wachsenden Streikgefahr sei es alles andere als selbstverständlich, dass Codelco seine Position als weltweit größter Kupferproduzent verteidigen könne. Dennoch setze das Unternehmen seine Expansion fort.So wies Arellano auf Codelcos “breites und bedeutendes Projekt-Portfolio” hin, das u.a. die Produktionsaufnahme von Gabriela Mistral Mitte des Jahres beinhaltet. Außerdem gebe es Großvorhaben, wie sie nur alle 50 Jahre vorkämen, so etwa der geplante Untertagebau in Chuquicamata. Sorgen bereiten nach Angaben des CEOs die in die Höhe geschnellten Produktions-, Arbeits- und Energiekosten. Während der Kursrückgang der chilenischen Währung den Anstieg der Produktionskosten mitverursacht habe, seien die Energiekosten in Chile vor allem wegen des Importstopps von Erdgas aus Argentinien erheblich gestiegen. Dieser hatte eine Lücke in der Energieversorgung des Landes aufgerissen und den chilenischen Energieversorger GasAtacama SA in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten gebracht.

Codelco ist eines der drei Unternehmen, die dem in Finanznot steckenden Energieunternehmen eine Finanzspritze zugesagt hatten. Auch den drohenden Streik in den Minen betrachtet das Unternehmen weiterhin als eines der Kernprobleme.

Mit Blick auf die zukünftige Preisentwicklung bei Kupfer äußerte sich der CEO optimistisch. Der Nachfrageüberhang an den Märkten stelle die perfekte Grundlage dar für steigende Kupferpreise, hieß es. Allerdings sei auch die Anlagepolitik der Investmentfonds mitverantwortlich für die Kupferhausse, die im März bei 8.820 USD/t ihren Höhepunkt fand, räumte Arellano ein. Zwar wisse niemand genau, welchen Anteil die Fonds an der Preissteigerung hätten. Allerdings stehe fest, dass sie die neuen Player im Kupfermarkt seien. Es bestehe jedoch jederzeit die Möglichkeit, dass Fonds dem Rohstoffsegment den Rücken kehrten, räumte der CEO ein. Fonds haben im ersten Quartal dieses Jahres schätzungsweise 30 Mrd USD in den Commodities-Bereich investiert.

China ist nach Ansicht des Codelco-CEOs nach wie vor treibende Kraft der Nachfrage nach Kupfer. Zwar müssten Korrekturen vorgenommen werden, sollte sich das Wirtschaftswachstum in China aufgrund einer Überhitzung an den Märkten verlangsamen. Mittfelfristig allerdings sei mit einer starken Nachfrage zu rechnen und derzeit keine Abkühlung in China in Sicht, sagte Arellano. Der Kupferbedarf in Asien habe die wegen der US-Rezession gedämpfte Nachfrage nach diesem NE-Metall mehr als kompensiert. Der Markt sei fest, da der Kupferverbrauch hohe Wachstumsraten aufweise und durch das Angebot nicht schnell genug zu decken sei, sagte Arellano abschließend.
financial.de 10.4.2008


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