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9:38 | 02.01.2018
DAX zum Jahresstart leicht im Minus

Der DAX startet knapp unterhalb der 12 900-Punkte-Marke und damit leicht im Minus ins neue Börsenjahr. Anhaltendes Thema bleibt der starke Euro: Die europäische Gemeinschaftswährung hält sich auf dem höchsten Niveau seit Ende September 2017. Eine Verteuerung der Gemeinschaftswährung kann den exportlastigen Unternehmen in Deutschland den Absatz ihrer Waren außerhalb der Eurozone erschweren.

Zudem könnte die US-Steuerreform Anlagegelder in die USA umlenken. Schließlich wurde dort die Ertragsteuer für Unternehmen kräftig von bisher 35 auf 21 Prozent gesenkt. Wegen dieses Vorhabens werde es wahrscheinlich zu Jahresbeginn zu größeren Umschichtungen zu Lasten der europäischen Märkte kommen, schrieb Dirk Rogowski, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Veritas Investment.

Auch Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets UK sieht die US-Politik weiter im Fokus. So muss im Januar in Washington eine längerfristige Einigung erzielt werden, um eine Schließung der Regierung und angeschlossener Institutionen aus Geldmangel zu vermeiden.

Im DAX lohnt sich ein Blick auf die Anteilsscheine von Infineon. Der Halbleiterkonzern sei “kein primäres Übernahmeziel”, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss der “Börsen-Zeitung”. Er signalisierte, dass das Unternehmen sich nicht unter Druck sehe, sich auf mögliche feindliche Übernahmeversuche einzustellen. Auf der Handelsplattform Tradegate legten die Papiere im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag um 0,28 Prozent zu.

Zum neuen Jahr meldete sich einmal mehr Steinhoff mit Aussagen zur Gültigkeit von Bilanzen zu Wort. Anleger hatten offenbar Schlimmeres erwartet: Vorbörslich stiegen die Anteilsscheine um mehr als 5 Prozent. Der Handelskonzern mit niederländischer Rechtsform und operativem Sitz in Südafrika ist in eine schwere Krise gerutscht, seit wegen Bilanzunregelmäßigkeiten ermittelt wird. (dpa-AFX)

Foto © Deutsche Börse


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