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9:17 | 17.07.2019
Eigene Prognose übertroffen: Dialog Semiconductor überrascht

Dialog Semiconductor legte überraschend gute Zahlen für das zweite Quartal vor – und übertraf damit auch die eigene Prognose leicht. Das beflügelt die Aktie des Chipherstellers, die zu Handelsbeginn mit einem Plus von 3,4 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende 2017.

Die gute Geschäftsentwicklung lässt laut Experten auch positive Rückschlüsse auf die Entwicklung bei den Dialog-Kunden zu: „Wenn man berücksichtigt, dass das Unternehmen noch immer Apple mit Halbleitern beliefert, ist das eine gute Indikation für die Smartphone-Produktion“, erklärt Analyst Mitch Steves von der Bank RBC.

Der Umsatz von Dialog kletterte im Vorjahresvergleich vor allem dank eines einmaligen Lizenzgeschäfts mit dem Großkunden Apple um rund 63 Prozent auf 482 Millionen Dollar, wie der im MDax notierte Konzern am Mittwoch in London mitteilte. Damit übertraf auch das den angepeilten Bereich von 438 bis 478 Millionen Dollar. Der um Einmaleffekte bereinigte Umsatz stieg demnach um knapp 14 Prozent.

Das operative Ergebnis lag bei 216 Millionen Dollar nach 26,2 Millionen vor einem Jahr. Um Einmal- und Sondereffekte bereinigt verdiente der Zulieferer von Smartphone-Herstellern 82 Millionen Dollar und damit fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Zwischen April und Ende Juni habe man dank guter Umsatzentwicklung profitabler abgeschnitten als zuvor gedacht, hieß es.

Sondereffekt durch Verkauf der Stromsteuerungschip-Sparte

Der starke Unterschied bei den bilanzierten Kennziffern und den bereinigten Werten geht zum Teil auf den Verkauf einer Sparte an den Großkunden Apple zurück. Anfang April hatte Dialog sein Zuliefergeschäft mit Stromsteuerungschips in weiten Teilen an den US-Konzern verkauft. Das Unternehmen will sich unabhängiger von dem iPhone-Hersteller machen, von dem im vergangenen Jahr rund drei Viertel aller Erlöse stammten.

Die Furcht vor einem Wegbrechen der Apple-Geschäfte war auch der Grund für den Absturz der Dialog-Aktie von Anfang 2017 bis Mitte des vergangenen Jahres. Inzwischen hat sich der Kurs wieder kräftig erholt. Seit dem Zwischentief Ende Juni 2018 zog der Kurs um fast 200 Prozent an. Die am Mittwoch vorgelegten Eckdaten basieren auf vorläufigen Berechnungen – am 30. Juli will der Vorstand das detaillierte Zahlenwerk vorlegen. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Dialog Semiconductor


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