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14:33 | 30.01.2012
Fette Gewinne für Dürr

Es ist das beste Jahr der Unternehmensgeschichte: Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr steigerte  2011 seinen Umsatz um 50 Prozent, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde sogar verdreifacht. Das SDax-Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) verzeichnete vor allem glänzende Geschäfte mit der Automobilindustrie in China.

Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank spricht von einem herausragenden Schlussquartal, in dem „die Erwartungen auf allen Ebenen übertroffen wurden“. Der Analyst bestätigte  nach den vorläufigen Zahlen seine „Kaufen“-Empfehlung und das Kursziel von 38 Euro.

Dürr steigerte im abgelaufenen Jahr den Umsatz auf 1,9 Milliarden Euro – das ist ein Plus von 50 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdreifachte sich beinahe und lag bei 105 Millionen Euro. Auch die für die Zukunft wichtigen Kennziffern Auftragseingang (2,68 Milliarden Euro, plus 63 Prozent) und Auftragsbestand (2,1 Milliarden Euro, plus 55 Prozent) erreichten neue Bestmarken.

Den Überschuss will das Unternehmen erst mit den endgültigen Zahlen am 21. Februar veröffentlichen. Aber Vorstandschef Ralf Dieter hatte schon Ende November gesagt, dass Dürr unter dem Strich mindestens 50 Millionen Euro verbuchen werde – nach 7 Millionen Euro 2010. Bei dem Unternehmen arbeiten weltweit etwa 7000 Menschen.

„Der außergewöhnlich hohe Auftragseingang resultierte vor allem aus dem Kapazitätsaufbau der Automobilindustrie in China und anderen Wachstumsmärkten“, begründet das Unternehmen das gute Abschneiden. Dürr ist Weltmarktführer bei Autolackieranlagen – und hat als solcher in Asiens Riesenreich bestens zu tun. Von den etwa 17,5 Millionen Autos aus der chinesischen Produktionskapazität gehen aktuell 13 Millionen durch die Lackieranlagen des deutschen Branchenprimus. Zudem profitierte Dürr davon, dass Kunden in der Krise der Jahre 2008 und 2009 etliche Projekte auf die lange Bank geschoben hatten und diesen Investitionsstau nun auflösten.


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