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15:45 | 17.01.2012
Gerry Weber weiter voll in Mode
Nach dem Rekord ist vor dem Rekord: Der Modekonzern Gerry Weber will weiter der Schuldenkrise trotzen und kündigte für 2011/12 erneut zweistelliges Wachstum an. Bereits die vorläufigen Zahlen für das im Oktober zu Ende gegangene Geschäftsjahr stellen neue Bestmarken dar. Der ostwestfälische Modekonzern steigerte den Umsatz 2010/11 (31. Oktober) um 13 Prozent auf 702,7 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte sogar um fast 20 Prozent auf 99,6 Millionen Euro zu. Die guten Zahlen überraschen Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe nicht. Der Analyst sieht für den MDax-Titel noch deutliches Aufwärtspotenzial: „Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis ist die Aktie niedriger bewertet als die Titel der Konkurrenten.“ Für seine Berechnungen legt der Experte die erwarteten Ergebnisse für das Jahr 2012/13 zugrunde. Er stuft die Aktie von 25,50 auf 29,50 Euro hoch und bestätigt seine Einstufung mit „Kaufen“. Die heute veröffentlichte Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 hält Schlienkamp für konservativ. Dabei erwartet der Konzern immerhin ein Umsatzplus von 10,3 Prozent auf 775 Millionen Euro. Auch die Ertragslage soll weiter verbessert werden. Der Modekonzern rechnet mit einer EBIT-Steigerung auf fast 115 Millionen Euro. Die EBIT-Marge, also der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz, würde damit auf etwa 14,8 Prozent im Vergleich zu 14,2 im abgelaufenen Jahr klettern. Ausbau des Einzelhandelssegment Getragen werden soll der Umsatz- und Ergebniszuwachs vor allem durch das Einzelhandelssegment: Für das aktuelle Geschäftsjahr plant der Damenmodespezialist die Eröffnung von 75 bis 85 neuen, in Eigenregie geführten „Houses of Gerry Weber” weltweit, davon rund die Hälfte außerhalb Deutschlands. Die Anzahl der Shop-in-Shops soll um weitere 200 auf rund 2500 erhöht werden. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr verdankten die Ostwestfalen ihr Wachstum vor allem den eigenen Läden und Shops. Hier stieg der Umsatz um 25,1 Prozent auf 217,2 Millionen Euro. So wurden im In- und Ausland 64 Filialen eröffnet. Ende Oktober zählte das Unternehmen 235 eigene und 260 Franchise-Läden. Die Zahl der Beschäftigten kletterte um rund 600 auf 3300 weltweit. |
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