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Glänzende Perspektive: STRATEC kündigt weiteren Wachstumsschub an

Die STRATEC Biomedical Systems AG wächst und wächst und wächst… Das Medizintechnik-Unternehmen aus Birkenfeld steigerte im ersten Halbjahr abermals Umsatz und Gewinn zweistellig. Aufgrund des gut laufenden Geschäfts und der anstehenden Produkteinführungen erwartet STRATEC-Chef Hermann Leistner vor allem für das vierte Quartal noch einen weiteren Wachstumsschub.

Allein die Kursreaktion passt nicht zu dieser glänzenden Perspektive und den guten Zahlen. Die Aktie (WKN 728900), die in den vergangenen zwölf Monaten auch dem schwachen Marktumfeld trotzte, notiert nach der Veröffentlichung der Zahlen im Minus.

Der Grund ist offensichtlich, dass die Prognose für das laufende Jahr zwar bestätigt, aber nicht angehoben wurde, wie im Vorfeld am Markt spekuliert worden war. Es dürfte aber wohl nur eine der Frage der Zeit sein, bis die Jahresziele an die dynamische Geschäftsentwicklung angepasst werden.

Allerdings beinhaltet auch die ursprüngliche Prognose für 2010 bereits einen kräftigen Umsatzanstieg von knapp 80 Millionen Euro im Vorjahr auf 96 Millionen bis 102 Millionen Euro sowie eine EBIT-Marge von 19 Prozent.

Die langfristige Perspektive ist ohnehin intakt: „Wir erwarten auch in den kommenden Jahren ein nachhaltiges Wachstum, denn wir befinden uns in einer bisher einmaligen Phase: Fast zeitgleich bringen wir mit unseren Partnern bis Ende 2011 vier neue Analysensysteme auf den Markt“, erklärt Leistner. Damit werde 2012 das erste Jahr sein, in dem alle vier neuen Systeme in vollem Umfang zum Umsatzwachstum beitragen.

In den ersten sechs Monaten steigerte der Technologieführer bei integrierten automatischen Analysesystemen den Umsatz im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 43,1 Millionen Euro. Das Konzernergebnis legte überproportional um 24 Prozent auf 6,1 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge lag zum 30. Juni 2010 18,7 Prozent.

Dabei führten die hohe Kundennachfrage und der Umzug in ein neues Fertigungsgebäude in der Schweiz trotz einer Bevorratungsproduktion zu einem Lieferrückstand im ersten Halbjahr von rund 3,4 Millionen Euro, der bis Ende des dritten Quartals abgearbeitet werden soll.

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