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16:37 | 22.07.2010
GRAMMER wieder bequem in den schwarzen Zahlen

Die GRAMMER AG sorgt mittlerweile nicht mehr nur mit ihren Sitzsystemen, sondern auch wieder mit ihren Geschäftszahlen für Wohlbehagen. Nach der erfreulichen Entwicklung in den ersten sechs Monaten hat der Automobilzulieferer jetzt seine Jahresprognose angehoben. Die im SDAX notierte Aktie (WKN 589540) macht einen Kurssprung von fast 7 Prozent.

Nach dem Krisenjahr 2009, in dem die GRAMMER AG einen Umsatzeibruch erlitten hatte und in die roten Zahlen abgerutscht war, verzeichnete der Amberger Automobilzulieferer eine „positive Marktentwicklung“ in den ersten beiden Quartalen. So wird beispielsweise nun auch die zweite Generation des VW-Geländewagens Touareg mit Komponenten für den Innenraum ausgestattet.

Auch aufgrund der der zunehmenden Exporttätigkeit der deutschen Automobilhersteller konnte das Unternehmen den Umsatz im ersten Halbjahr um 30,1 Prozent auf 444,5 Millionen Euro steigern. Beide Unternehmensbereiche profitierten dabei von der guten Auftragslage: Das Geschäftsfeld Automotive legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33,6 auf 295,9 Millionen Euro zu. Der Umsatz mit Lkw- und Offroad-Sitzen sowie Bahn- und Bussitzen (Seating Systems) legte immerhin um 26,8 Prozent auf 159,6 Millionen Euro zu.

Die positive Umsatzentwicklung und die verbesserte Kostenstruktur nach den Anpassungsmaßnahmen im letzten Jahr ermöglichten die Rückkehr in die schwarzen Zahlen:  Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von minus 19,4 Millionen auf 15 Millionen Euro.

Aufgrund der bisherigen Entwicklung hat der GRAMMER-Vorstand die Umsatzprognose angehoben und erwartet nun ein Umsatzwachstum von 10 Prozent auf rund 800 Millionen Euro sowie eine EBIT-Rendite von rund 3 Prozent – unter Voraussetzung einer stabilen Markt- und Währungsentwicklung.

Bisher war von einem „moderaten Umsatzwachstum im einstelligen Bereich“ sowie einer Rückkehr in die Gewinnzone die Rede.


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