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13:47 | 18.12.2015
MANAGEMENT INTERVIEW – mic AG: „Ein Mix aus Börsengängen und Exits auch in 2016“

Erfolgreicher Exit für die mic AG (WKN A0K F6S): Der TecDAX-Konzern ADVA Optical Networking hat von der mic-Mehrheitsbeteiligung 4industries AG die FiSec-Technologie zur optischen Überwachung von Glasfaserdatennetzen erworben. Der zweite Millionenexit innerhalb eines Jahres beweist, dass die mic Gruppe frühzeitig auf die richtigen Technologien gesetzt hat. Die Etablierung von eigenständigen Themen-AGs sowie die Fokussierung auf den Zukunftsmarkt „Internet of Things“ beschert dem Münchner Frühphaseninvestor ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial, Analysten sehen für die mic-Aktie ein Kurspotenzial von über 100 Prozent.

Mit weiteren Börsengängen und Exits will mic-Vorstandschef Claus-Georg Müller (Foto) auch im kommenden Jahr stille Reserven heben und das wahre Potenzial des Geschäftsmodells aufzeigen, wie er im Interview mit financial.de verrät. Zudem sollen der Kooperation mit Cisco Systems im Bereich Internet of Things weitere folgen.

financial.de: Herr Müller, der TecDAX-Konzern ADVA Optical hat von der mic-Tochter 4industries die Assets der FiSec GmbH erworben und sich damit die FiSec-Technologie zur optischen Überwachung von Glasfaserdatennetzen gesichert. Welche Bedeutung hat dieser Deal für die mic Gruppe?

Claus-Georg Müller: Der erfolgreiche Asset Deal mit dem TecDAX-Konzern ADVA Optical ist ein weiterer Beleg dafür, dass unser Konzept funktioniert und dass wir bei unseren Frühphaseninvestments auf die richtigen Technologien gesetzt haben. Bei FiSec war jetzt der Zeitpunkt für einen Exit gekommen. Zumal  die Gesellschaft im Rahmen unserer Neuausrichtung auf den Bereich Internet of Things nicht mehr zu unseren Kerninvestments zählte.  Finanziell beschert uns der Deal einen Cashzufluss in Höhe von einer Million Euro sowie eine erfolgsabhängige Earn-out-Komponente.

Müllerfinancial.de: Was macht die FiSec-Technologie für ADVA so interessant?

Claus-Georg Müller: Dieser Schritt war eine logische Konsequenz auch aus Gesprächen mit anderen Kunden der FiSec, die zum Teil im Wettbewerb mit ADVA stehen. Die Daten, die über Glasfasernetze übertragen werden, werden immer größer, gleichzeitig aber auch sensibler. Deshalb ist es in Zeiten von Megatrends wie Cloud Computing und Mobilität für die Betreiber von Kommunikationsdiensten von essentieller Bedeutung, eine erstklassige physische Überwachung der Netze zu gewährleisten. Die FiSec-Expertise wird dabei eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der erfolgreichen Access Link Monitoring (ALM)-Lösung von ADVA spielen.

financial.de: Sie haben den Kaufpreis angesprochen: Neben dem direkten Mittelzufluss von 1 Mio. Euro wurde im Rahmen des Asset Deals zusätzlich eine Earn-out-Komponente vereinbart. Wie sieht die Zielvereinbarung hinter dieser Komponente aus und welche Höhe könnte sie erreichen?

Claus-Georg Müller: Zur genauen Höhe der Earn-out-Komponente darf ich leider keine Aussagen machen, da dies auch Rückschlüsse auf die Größenordnung des bei ADVA erwarteten weiteren Geschäftsvolumens im Zusammenhang mit der FiSec-Technologie erlauben würde. Der gesamte Bereich Überwachung soll jedoch ein maßgeblicher Teil werden.

financial.de: Die 4industries ist eine der inzwischen 5 Themen-AGs der mic-Gruppe. Welche Pläne haben Sie mit der 4industries nach dem jetzigen Exit?

Claus-Georg Müller: Die 4industries AG ist maßgeblich mit dem Ziel angetreten, im Bereich Industrie 4.0 ein ernstzunehmender Player zu werden. Ein großer Teil der künftigen Investitionen wird in den Bereich Datenanalyse und somit Software gehen. Ziel ist es, die Maschinen intelligent untereinander zu vernetzen und bereits im Vorfeld Abschätzungen und Verläufe zu prognostizieren. Hierbei können erhebliche Effizienz- und Qualitätssteigerungen erzielt werden, die es auch einem deutschen Standort trotz der Nachteile auf der Lohnkostenseite erlauben, im weltweiten Vergleich kostengünstig zu fertigen.

financial.de: Bereits börsennotiert aus dem mic-Portfolio sind die Themen-AGs micData AG und Lifespot Capital AG. Werden diese Gesellschaften ihre eingeschlagene Buy-and-Build-Strategie fortsetzen?

Claus-Georg Müller: Der Schritt des Börsenganges hat – bis auf das momentan für Small Caps noch herausfordernde Aktienumfeld – viele Vorteile für die Gesellschaften und die ganze mic Gruppe. Die Strukturen sind für einen Käufer sehr transparent und die Bewertung der Themen-AGs liegt komplett offen. Die Börse hilft auch bei den entsprechenden Übernahmen, da wir bei den Transaktionen  einen Großteil des Kaufpreises in Aktien begleichen. Dies erhöht zusätzlich die Finanzkraft der ganzen Gruppe.

financial.de: Die mic-Gruppe agiert schwerpunktmäßig in den Wachstumsmärkten Big Data, Industrie 4.0, Infrastruktur- und Energiemanagement, Internet of Things, E-Health und Wearable Technologies. Ist die Gruppe überhaupt groß genug, um alle diese Bereiche sinnvoll abdecken zu können?

Claus-Georg Müller: Genau das ist unser Business Modell, Firmen in eine kritische Größe zu bekommen, so dass Investoren oder Strategen etwas damit anfangen können. Auch wenn jetzt die Tickets zum Teil zweistellig werden, sehen wir uns immer noch im Aufbau maßgeblich engagiert.

Den vollständigen Text können Sie hier herunterladen: INTERVIEW

Haftungsausschluss/Disclaimer: Das Interview wurde von financial.de im Auftrag und auf Veranlassung des Kunden geführt. Es dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die darin getroffenen Aussagen spiegeln die Meinung des Interviewten wider, die nicht notwendigerweise der Meinung der Redaktion entspricht. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie für Vermögensschäden wird daher keinerlei Haftung übernommen.

Foto © 4industries


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