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15:44 | 02.02.2012
Munich Re trotzt Katastrophenjahr

Es war ein Katastrophenjahr für den weltgrößten Rückversicherer Munich Re. Und eigentlich ist das die gute Nachricht. Denn obwohl Naturkatastrophen 2011 weltweit so hohe Schäden anrichteten wie nie zuvor und die Finanzmarktkrise den Konzern belastete, schrieben die Münchner schwarze Zahlen. Zwar betrug der Gewinn mit 710 Millionen Euro nicht einmal ein Drittel des Vorjahreswertes, von einem Minus war der Konzern allerdings ebenfalls weit entfernt.

Sogar die Dividende soll mit 6,25 Euro stabil bleiben, auch wenn das bedeutet, einen Betrag an die Aktionäre auszuschütten, der höher ist als der Jahresgewinn. Die Aktionäre sollten an der bewiesenen Widerstandskraft der Gruppe teilhaben, sagte Finanzvorstand Jörg Schneider.

Praktisch hatte der Konzern aber kaum eine andere Wahl, schließlich hat es bei den Münchnern seit 1969 keine Dividendenkürzung gegeben. “Es wäre ein schlechtes Signal gewesen, wenn man die Dividende gekürzt hätte. Das hätte so ausgesehen, als ob man Probleme mit der Finanzausstattung habe”, sagt Analyst Werner Schirmer von der LBBW.

Positiv sieht es für die Zukunft aus. Gerade dort, wo es vergangenes Jahr Naturkatastrophen gab, konnte der Rückversicherer nun höhere Preise durchsetzen und erwartet auch bei den anstehenden Verhandlungen weiter steigende Preise. Und in einem normalen Jahr ohne Katastrophenrekorde bedeutet das dann wieder kräftige Gewinne.

Eine Größenordnung von 2,5 Milliarden Euro sei 2012 möglich, sagte Finanzvorstand Jörg Schneider. Dann würde der Konzern auch wieder mehr Gewinn machen, als er als Dividende ausschüttet. (dapd)


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