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8:44 | 30.06.2010
Nach Kurseinbruch beim DAX: Abwärtswelle erst einmal gestoppt

Die Anleger können nach dem kräftigen Kursrutsch am Vortag, als der DAX 3,3 Prozent, der MDAX sogar 3,7 Prozent verlor, am heutigen Mittwoch erst einmal durchatmen. Der deutsche Leitindex startet kaum verändert in den Handel.

Dabei sind die Vorgaben alles andere als gut. Nach den kräftigen Verlusten an der Wall Street am Dienstag schlossen die asiatischen Börsenbarometer am Morgen auch mit deutlichen Abschlägen. Der japanische Nikkei-Index verlor fast 2 Prozent.

Am heimischen Markt stehen neben den besonders konjunktursensitiven Rohstoffwerten auch Finanztitel wie Deutsche Bank oder Commerzbank im Fokus. Die Anleger sorgten sich weiter um die Liquidität, da an diesem Donnerstag ein Jahrestender der Europäischen Zentralbank über mehr als 440 Milliarden Euro zurückgezahlt werden muss.

Christian Noyer, Ratsmitglied der EZB und Präsident der französischen Notenbank, hatte am Vortag zugesichert, dass die Europäische Zentralbank (EZB) darauf achten werde, dass es keine Probleme gibt, die französische Banken seiner Meinung nach auch nicht haben dürften. Er sagte aber auch, dass Banken aus anderen Ländern „leiden“ könnten.

USA: S&P 500 fällt auf Jahrestief

Sorgen um die weltweite Konjunkturentwicklung haben den US-Börsen am Dienstag deutliche Verluste beigebracht. Der S&P-500-Index schloss sogar auf einem neuen Jahrestief.

Schwache Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA, enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Japan und die Unsicherheit über fiskalpolitische Bremsmaßnahmen in China und Indien belasteten die Stimmung. „Wir sehen definitiv eine Flucht in Sicherheit“, kommentierte Tom Schrader vom Aktienhandel bei Stifel Nicolaus Capital Markets die Verluste. „Die Leute verkaufen alles, was riskant ist.“

Zum Handelsschluss stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average 2,65 Prozent tiefer bei 9.870Punkten. Damit setzte der US-Leitindex die Talfahrt der vergangenen Woche fort, nachdem er am Montag fast unverändert geschlossen hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 3,1 Prozent auf 1.041 Punkte und schloss damit so schwach wie seit Ende Oktober 2009 nicht mehr. Noch deutlicher ging es am Dienstag an der Technologiebörse Nasdaq bergab: Der Composite-Index fiel um 3,85 Prozent auf 2.135 Punkte und der Nasdaq-100-Index verlor 3,92 Prozent auf 1.764 Punkte.


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