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14:12 | 30.01.2018
SAP gefangen zwischen Euro-Stärke und gutem Cloud-Geschäft

Der Software-Konzern SAP hat die Anleger am Dienstag mit seinen jüngsten Geschäftszahlen ein wenig ratlos zurückgelassen. Analysten verweisen auf Belastungen durch den starken Eurokurs, äußerten sich aber positiv zum wichtigen Cloud-Geschäft.

Die Aktie der Walldorfer testete gleich zum Handelsstart die Unterstützung um die 90 Euro, bevor sie deutlicher in die Gewinnzone drehte. Die Erholung endete aber kurz unterhalb der viel beachteten 200-Tage-Linie, die aktuell bei 93,24 Euro verläuft. Sie gilt als Indikator für den mittelfristigen Trend und kann als Unterstützung, aber auch als Widerstand wirken. Am späteren Vormittag pendelten die SAP-Papiere dann um ihren Vortagesschluss und notierten zuletzt 0,15 Prozent im Plus bei 92,23 Euro.

Die Resultate des Software-Konzerns zeigten mehr Licht als Schatten, schrieb Analyst Thomas Becker von der Commerzbank in einer ersten Reaktion. Das Schlussquartal 2017 sei zwar etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben, das Cloud-Geschäft habe sich aber ordentlich entwickelt.

Zudem will Europas größter Softwarehersteller die milliardenschweren Investitionen in das Cloud-Geschäft in diesem Jahr endlich wieder in steigende Ertragskraft ummünzen. Zum ersten Mal seit 2013 soll die Umsatzrendite auf das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern wieder zulegen.

Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank lobte den Geschäftsausblick auf das neue Jahr ebenfalls, wies aber auch auf das schwächer als gedachte Schlussquartal 2017 hin. Hier bremste der stärkere Euro kräftig bei Umsatz und Ergebnis, wenngleich operativ laut Finanzchef Luka Mucic die Richtung stimmt. Im vierten Quartal habe der Konzern die versprochene Wende bei der seit Jahren sinkenden operativen Marge auf währungsbereinigter Basis eingeleitet.

In Jahr 2018 soll das operative Ergebnis laut der SAP-Prognose stärker klettern als der Gesamtumsatz und zu konstanten Wechselkursen 7,3 bis 7,5 Milliarden Euro erreichen. Der Umsatz dürfte zwischen 24,6 und 25,1 Milliarden Euro betragen. Allerdings dürfte der im Vorjahresvergleich stärkere Euro weiter bremsen. Bleibt es bei den Wechselkursen vom frühen Januar, so dürfte das operative Jahresergebnis um 4 bis 6 Prozentpunkte geschmälert werden.

Dies könnte die Stimmung der Investoren zumindest kurzfristig trüben, erklärte Analystin Stacy Pollard von der US-Bank JPMorgan. Die Gewinnschätzungen des Marktes könnten etwas fallen. Derweil entwickelten sich das Cloud-Geschäft und die Gewinnmargen in die richtige Richtung, stimmt sie mit anderen Analysten überein. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © SAP


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