TOP-STORIES

12:03 | 06.02.2018
SMA-Solar-Anleger streichen nach der Kursrally weiter Gewinne ein

Die Aktionäre von SMA Solar machen im schwachen Gesamtmarkt nach der jüngsten Kursrally weiter Kasse und verkaufen die im TecDAX gelistete Aktie des Solarunternehmens. Ein positiver Kommentar des Analysehauses Warburg Research stützte die Papiere nur vorübergehend.

Mit einem Minus von gut zweieinhalb Prozent schlägt sich die Aktie heute jedoch sogar etwas besser als der Auswahlindex der Technologiewerte. Zuletzt hatten Anleger stark auf kräftigen Rückenwind für SMA durch die Digitalisierung der Energiewirtschaft gesetzt. Der Titel hatte Anfang Februar bei 45,92 Euro den höchsten Stand seit dem Sommer 2016 erreicht.

Allein seit dem optimistischen Wachstumsausblick des Managements in der zweiten Januar-Hälfte war es um mehr als ein Viertel nach oben gegangen. Auf Sicht von zwölf Monaten steht trotz des Rückschlags der vergangenen Tage immer noch ein Plus von mehr als 80 Prozent. Das Papier notiert jedoch immer noch gut 60 Prozent unter dem Hoch aus dem Jahr 2010, als die Solarindustrie weltweit dank Subventionen kräftig boomte.

Milliardengrenze beim Umsatz im Visier

Arash Roshan Zamir von Warburg Research gibt dem Unternehmen “nun einen Vertrauensvorschuss”, strich seine Verkaufsempfehlung für die Aktien und stufte sie auf “Halten” und ein Kursziel von 39 Euro (vorher 25 Euro) hoch. Der Fokus auf hochprofitable, wiederkehrende Geschäfte verbessere die Vorhersagbarkeit der Geschäftsentwicklung von SMA, erklärte Analyst.

SMA Solar sieht sich nun nach einem schwierigen Jahr 2017 wieder auf Wachstumskurs. 2018 könnte der Umsatz die Milliardengrenze erreichen, hieß es. Auch im operativen Geschäft soll es wieder nach oben gehen. Dabei setzt der Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen insbesondere auf gute Geschäfte in Asien und Europa. Zudem hofft SMA Solar auf eine steigende Nachfrage nach Systemtechnik für Speicheranwendungen.

Analyst erwartet ab 2021 höhere Gewinnmargen

Dabei will das Unternehmen im Zuge der Digitalisierung, der Dezentralisierung und der damit notwendigen Vernetzung im Bereich der Energieversorgung vom Vorstoß in neue Geschäftsfelder profitieren. Auf einer Investorenveranstaltung nach der Zahlenvorlage habe SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon die Pläne genauer erläutert, wie SMA von einem reinen Wechselrichter-Produzenten zu einem datengetriebenen, profitableren Unternehmen werden will, schreibt Warburg-Analyst Zamir.

Der Analyst traut dem Unternehmen fortan ein stärkeres Wachstum zu als bisher angenommen, und ab 2021 auch höhere Gewinnmargen. Bis dahin dürfte das hohe Wachstum im Geschäft mit Energiespeicher-Anwendungen die Herausforderungen im Wechselrichter-Geschäft ausgleichen. Letzteres dürfte weiterhin unter Preisdruck leiden. Insgesamt sind Analysten aber immer noch überwiegend skeptisch. Die aktuellsten im dpa-AFX-Analyser sowie von der Nachrichtenagentur Bloomberg erfassten Expertenstudien ergeben im Mittel ein Kursziel von rund 35 Euro. Von den sechs Analysten stimmt nur einer mit “Kaufen”, drei raten zum “Halten” und zwei zum “Verkaufen”. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © SMA Solar


NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

18:37 Uhr | 19.08.2018
Hamburg will Bau bezahlbarer ...


18:37 Uhr | 19.08.2018
Hamburg will Bau bezahlbarer ...


18:14 Uhr | 19.08.2018
GESAMT-ROUNDUP: Union kritisiert ...


16:30 Uhr | 19.08.2018
Chinas Vormarsch: Staatssekretär ...


16:30 Uhr | 19.08.2018
Chinas Vormarsch: Staatssekretär ...