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10:25 | 30.01.2012
Sorgenkind Leighton beschert Hochtief höhere Verluste
Die Aktie von Hochtief gehört zu den schwächsten Werten im MDax. Der Baukonzern kündigte für 2011 einen höheren Verlust vor Steuern als bisher erwartet an. Abschreibungen auf die Australien-Tochter Leighton belasteten. Norbert Kretlow von der Commerzbank zeigte sich bei dieser „kleinen Gewinnwarnung“ jedoch vor allem von den Mehraufwendungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder überrascht. Der Analyst bestätigte jedoch seine „Halten“-Empfehlung und das Kursziel von 44 Euro, da die Enttäuschungen durch die gute Auftragslage und den bestätigten Ausblick für 2012 zumindest teilweise kompensiert werden sollten. Für das laufende Geschäftsjahr erneuerte das Unternehmen aus Essen noch einmal seine Prognose: „Es wird weiterhin ein operativer Gewinn erwartet, der sich leicht unterhalb des Rekordjahrs 2010 bewegen wird.“ Für Zuversicht sorgt der Auftragseingang von neun Milliarden Euro im vierten Quartal. Damit steige der Auftragsbestand zum Jahresende auf etwa 48 Milliarden Euro. Für 2011 rechnet Hochtief allerdings nun mit einem Verlust vor Steuern von etwa 130 Millionen Euro. Bisher war das Unternehmen von einem Minus im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich ausgegangen. Der Konzernverlust soll bei 160 Millionen Euro liegen und damit um 60 Millionen Euro höher ausfallen. Für die die noch schlechtere Entwicklung machte Hochtief zusätzliche Sondereffekte im Schlussquartal verantwortlich. Zudem stiegen im Schlussquartal die Aufwendungen durch ausgeübte Sonderkündigungsrechte ehemaliger Vorstandsmitglieder wegen der Mehrheitsübernahme durch den spanischen Konkurrenten ACS von etwa 19 Millionen auf rund 35 Millionen Euro. Genaue Zahlen für das Gesamtjahr 2011 will Hochtief am 29. Februar vorlegen. Das Essener Unternehmen hatte bereits seine Prognose im November vergangenen Jahres vor dem Hintergrund von Verzögerungen beim geplanten Verkauf der Flughafensparte nach unten korrigiert. |
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