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8:37 | 12.01.2012
Tagesausblick: „Tag der Wahrheit“ für Spanien und Italien
Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England halten sich die Anleger mit Aktienkäufen zurück. Die späte Aufholjagd an der Wall Street stützt zwar die Kurse, dennoch startet der Dax kaum verändert in den Handel. Eine wesentliche Rolle für den Verlauf des Tages wird auch der Verlauf der anstehenden Anleihe-Emissionen von Spanien und Italien spielen. „Je nach Erfolg oder Misserfolg der Emissionen werden die Aktienmärkte in die eine- oder andere Richtung ausschlagen“, heißt es im Ausblick von Helaba auf den „Tag der Wahrheit“, wie es der Spiegel beschreibt. Sollten sich die Europäer zu einer überraschenden Zinssenkung entschließen, dürfte das den Euro unter Druck bringen, die Börsen aber möglicherweise stützen. „Allerdings ist das sehr unwahrscheinlich“, sagt Marktanalyst Cameron Peacock von IG Markets. Im Dax setzten die Commerzbank-Aktien ihren Lauf der vergangenen beiden Tage vorbörslich mit einem Plus von 2,35 Prozent fort. Laut Händlern wirkte der Medienbericht vom Vortag weiter nach. Danach könnte Großaktionär Allianz der Bank bei der Erfüllung der neuen Eigenkapitalregeln mit einer Anpassung seiner stillen Einlage unter die Arme greifen. Mit dem Plus von rund 5 Prozent vom Vortag sind die Titel an den vergangenen beiden Handelstagen schon um mehr als 10 Prozent hochgeschnellt. Kursrelevante Nachrichten gibt es auch von Douglas, die MDax-Aktie legte vorbörslich um 8,51 Prozent zu. Händler verweisen auf einen Bericht über eine mögliche Übernahme des Unternehmens durch die Gründerfamilie Kreke, die mit einem Anteil von knapp 13 Prozent immer noch einer der Großaktionäre ist. Dem Bericht zufolge will die Familie die Transaktion zusammen mit Finanzinvestoren stemmen. Am Mittwoch hatte das Papier nach einem schwachen Ausblick auf das laufende Geschäft rund zehn Prozent verloren. Wall Street: US-Indizes ohne klaren Trend Die wichtigsten US-Indizes haben am Mittwoch keinen klaren Trend gezeigt. Nach leichterem Start schafften die Technologiewerte der Nasdaq den Dreh ins Plus, die Verluste bei den Standardwerten schmolzen größtenteils ab. Die positive Entwicklung der Banken- und Technologietitel machten negative Meldungen zum Wirtschaftswachstum in Europa wett. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank blieb derweil ohne größere Impulse. In ihrem Beige Book konstatierte die Fed eine etwas beschleunigte Wirtschaftserholung. Die Konsumausgaben hätten in den meisten Distrikten zugelegt. Der Dow Jones Industrial, der wie der S&P 500 tags zuvor auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert war, ging letztlich mit einem Abschlag von 0,11 Prozent bei 12.449,30 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P veränderte sich mit plus 0,03 Prozent auf 1.292,48 Punkte kaum – markierte auf Schlusskursbasis aber erneut ein Fünfmonatshoch. An der Technologiebörse Nasdaq legte der Composite-Index indes um 0,31 Prozent auf 2.710,76 Punkte zu. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,21 Prozent auf 2.372,25 Punkte. |
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