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8:39 | 24.05.2011
Tagesausblick: Dax stoppt zunächst die Talfahrt

Die Schuldenkrise in Europa treibt den Anlegern weiter die Sorgenfalten auf die Stirn. Nach dem schwarzen Montag startet der Dax, der in den beiden letzten Sitzungen mehr als 3 Prozent verloren hat, zunächst aber knapp behauptet in den Handel.

Mit dem jüngsten Kursrutsch hat sich auch die Charttechnik deutlich eingetrübt. Der deutsche Leitindex ist damit unter die 200-Tage-Linie gerutscht, die für die mittel- bis langfristige Beurteilung der weiteren Bewegungsrichtung von großer Bedeutung ist.

Der sich stabilisierende Euro und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial, der seit dem Xetra-Schluss vom Montag um rund 0,4 Prozent zugelegt hat, stützten den Markt heute nach der jüngsten Flut an Hiobsbotschaften. Nach Italien, dessen Kreditwürdigkeit am Wochenende durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) infrage gestellt worden war, folgte am Montagabend ein negativer Kommentar von Fitch zu Belgien. Die Agentur nannte als Grund für eine mögliche Herabstufung vor allem politische Risiken.

Im Blickfeld der Anleger steht heute besonders das ifo-Geschäftsklima, das einer Erholung die Grenzen aufzeigen könnte. Experten rechnen mit einer neuerlichen Eintrübung und einem Rückgang von 114,2 Punkten im Vormonat auf 113,8 Punkte.

Kursgewinne gab es vorbörslich bei den Papieren von ProSiebenSat.1 nach dem Kursrutsch am Vortag. Die Aktie des TV-Konzerns wird durch einen Bericht gestützt, der die Sorgen um einen Aktienüberhang aus einer Platzierung zerstreut hat. Demnach werde auf der bevorstehenden Hauptversammlung des TV-Konzerns nicht über eine Zusammenlegung der Vorzugsaktien mit den Stämmen entschieden, die für eine größere Platzierung durch die Investoren KKR und Permira notwendig wäre.

Wall Street: Unsicherheit nimmt weiter zu

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Montag weitere Verluste verzeichnet. Anhaltende Sorgen um die Stabilität der Eurozone haben die Risikoscheu der Anleger auch in den USA weiter anwachsen lassen und sie in „sichere Häfen“ wie den Rentenmarkt getrieben. Analyst Andre Saenger von IG Markets sagte: „Spekulationen um die Entwicklung der europäischen Schuldenkrise haben die US-Börsen belastet.“

Der Dow Jones Industrial sank um 1,05 Prozent auf 12.381,26 Punkte. Dabei hat sich der Leitindex, der in der Vorwoche 0,66 Prozent verloren hatte, nach schwachem Start kaum noch bewegt. Der breiter angelegte S&P-500-Index gab 1,19 Prozent auf 1.317,37 Punkte ab. An der Nasdaq ging es für den Composite Index um 1,58 Prozent auf 2.758,90 Punkte runter, der Nasdaq 100 verbilligte sich um 1,47 Prozent auf 2.316,78 Punkte.


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