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8:56 | 15.12.2010
Tagesausblick: DAX zum Jahresende ohne Schwung
Achtung, Rutschgefahr! Verhaltene Vorgaben der Überseebörsen und die drohende Abstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens belasten den DAX am heutigen Mittwoch. Am Nachmittag könnten dann US-Konjunkturdaten etwas Schwung in den Handel bringen. In den USA hatten die wichtigsten US-Aktienindizes am Dienstag zwar zugelegt, doch der Future auf den Dow Jones gab seit Xetra-Schluss um 0,46 Prozent nach. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index am Mittwoch kaum verändert. Außerdem prüft die Ratingagentur Moody’s nur zweieinhalb Monate nach der letzten Herabstufung eine weitere Senkung der Kreditwürdigkeit Spaniens. Mangels Nachrichten rechnen Experten einmal mehr mit einem lustlosen Geschäft. „Die Bereitschaft der Anleger für Gewinnmitnahmen bleibt hoch“, berichtet Analyst Ben Potter von IG Markets. Impulse für den Markt erwartet er von den US-Konjunkturzahlen am Nachmittag. Dann stehen die Daten zu den Verbraucherpreisen, der Industrieproduktion und zum Immobilienmarkt auf der Agenda. Im Gespräch ist einmal mehr Hochtief. Vorstand und Aufsichtsrat des Baukonzerns raten den Anlegern, die Offerte des spanischen Großaktionärs ACS nicht anzunehmen, da das Angebot nicht angemessen sei. Die Übernahme biete keine Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen. Schubkraft für die deutschen Solarwerte erhoffen Börsianer sich von dem überraschend positiven Ausblick von First Solar. Der US-Solarkonzern erwartet für das kommende Jahr einen Umsatzanstieg um rund 46 Prozent auf 3,7 bis 3,9 Milliarden Dollar und rechnet mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 8,75 bis 9,50 Dollar. Analysten waren bisher beim EPS von 8,61 Dollar und beim Umsatz von 3,63 Milliarden Dollar ausgegangen. Wall Street: Dow Jones so hoch wie zuletzt im September 2008 Der Dow Jones Industrial ist am Dienstag erneut auf ein Zweijahreshoch geklettert. Nach der US-Leitzinsentscheidung schlossen alle wichtigen US-Indizes in der Gewinnzone, nachdem sie bis auf den Leitindex zeitweise leicht ins Minus gerutscht waren. Die im November unerwartet stark gestiegenen Umsätze der Einzelhändler hatten bereits vor Handelsbeginn für freundliche Stimmung und Optimismus gesorgt, dass auch die so wichtige Weihnachtssaison positiv überraschen kann. Vorsichtige Kommentare der US-Notenbank hätten die Anleger dann im späten Handel allerdings gebremst, erklärten Börsianer die abgeschmolzenen Kursgewinne. Der Dow gewann 0,42 Prozent auf 11.476 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index rückte um 0,09 Prozent vor auf 1.241,59 Punkte. An der Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,11 Prozent auf 2.627,72 Punkten. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,23 Prozent auf 2.212,59 Punkte. |
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