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8:49 | 23.08.2010
Tagesausblick: Die Angst vor dem Double Dip geht um
Die Angst vor einem Double Dip, dem erneuten Abgleiten der Wirtschaft in eine Rezession, hält weltweit die Aktienmärkte in Atem und schafft keine guten Voraussetzungen für die neue Handelswoche. Die Erholung der Wall Street im späten Geschäft vor dem Wochenende könnte heute aber zunächst ein Abrutschen des DAX unter die 6.000-Punkte-Marke verhindern. Die Börsen in New York haben zwar am Freitag schwächer, aber deutlich über ihrem Tagestief geschlossen. „Das gibt auch dem Markt nach seiner schwachen Entwicklung am Donnerstag und Freitag nun einen positiven Impuls“, erklärt ein Händler. Im Blickpunkt stehen auch in dieser Woche die Konjunkturdaten aus den USA: „Die Zahlen aus dem Immobiliensektor werden die schwache Entwicklung der letzten Woche untermauern und die erwartete deutliche Abwärtsrevision des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal das Thema Double Dip wieder in den Vordergrund rücken lassen“, zeigt sich Ulrich Wortberg von Helaba sehr skeptisch. Im Gespräch ist heute auch die Commerzbank, nachdem Wolfgang Schäuble (CDU) einen baldigen Ausstieg des Bundes aus dem Finanzinstitut ankündigt hatte. „Wir haben überhaupt nicht die Absicht, zu lange Anteilseigner der Commerzbank zu sein“, sagte der Bundesfinanzminister der „Rheinischen Post“. Die Bank zeige ja eine erfreuliche Entwicklung. Der Automobilzulieferer ElringKlinger hat seine Kunden ungewöhnlich deutlich vor harten Preiskämpfen gewarnt. „Zulieferer mit unzureichender Eigenkapitalausstattung bekommen schnell Probleme, dies hat man in der Krise gesehen“, sagte ElringKlinger-Vorstandschef Stefan Wolf der „Financial Times Deutschland“. Hersteller und Lieferanten sollten daraus lernen: „Wir müssen zu einem neuen Miteinander kommen.“ Wall Street: Einige Lichtblicke von der Nasdaq Die enttäuschenden US-Konjunkturdaten haben am Freitag an der Wall Street keinen versöhnlichen Wochenschluss zugelassen- und dem Dow Jones Verluste eingebracht. Seit nunmehr mehreren Wochen zeigt sich bei den makroökonomischen Daten ein negativer Trend. Und das überlagere positive Nachrichten von Unternehmensseite. Zumindest an der Nasdaq aber sorgten optimistische Unternehmensausblicke für Rückenwind, so dass sich die Technologieindizes hier nach einem Start im Minus in die Gewinnzone vorarbeiteten. Der Dow Jones ging mit minus 0,56 Prozent bei 10.213 Punkten aus dem Handel. Damit verlor der US-Leitindex binnen Wochenfrist 0,87 Prozent. Derweil sank der breiter gefasste S&P-500-Index am Freitag um 0,37 Prozent auf 1.071 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index hingegen gewann 0,04 Prozent auf 2.179 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,15 Prozent auf 1.825 Punkte zu. |
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