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8:39 | 31.10.2011
Tagesausblick: Die Rally ist erst einmal vorbei
Durchschnaufen heißt es erst einmal an der Börse nach der Kursrally der Vorwoche. Der Dax, der in den vergangenen fünf Handelstagen um mehr als 5 Prozent angesprungen war, startet mit einem Minus in die Handelswoche. Es herrscht Zurückhaltung am Aktienmarkt, zumal die Vorgaben zur Sicherung einiger Gewinne einladen. So hatten sich die wichtigsten Indizes an der Wall Street zwar am Freitag per Saldo kaum bewegt, der Future auf den Dow Jones Industrial verlor jedoch 0,80 Prozent seit dem Xetra-Schluss. Für einen weiteren Anstieg der Aktienmärkte müssten positive Impulse von der Konjunkturseite kommen, sagt Stratege Stan Shamu von IG Markets. Deshalb steht am Nachmittag auch der Chicago-Einkaufsmanagerindex im Fokus. Darüber hinaus ist die Intervention der japanischen Währungshüter gegen den starken ein Yen Thema am Markt. Die Berichtssaison legt indes am Montag erst einmal eine kurze Pause ein, bevor im Laufe der Woche weitere Zahlen anstehen. Dafür stehen heute Spekulationen über Änderungen an der Führungsspitze bei einigen Unternehmen im Blickfeld. Die Metro hat angesichts der weiter offenen Zukunft von Vorstandschef Eckhard Cordes vorbörslich verloren. Ein Händler verweist auf einen Medienbericht, wonach ein Abschied des Konzernchefs noch vor Weihnachten möglich sei. Demnach gilt das für die Großmarktkette Real und die Großhandelsmärkte verantwortliche Vorstandsmitglied Joël Saveuse als Favorit auf die Nachfolge. Der Aufsichtsrat werde dies Mitte November auf seiner nächsten Sitzung thematisieren. Auch bei Hochtief könnte laut einem Bericht der „WirtschaftsWoche“ das Stühlerücken weitergehen. Nach Informationen des Magazins wollen drei hochrangige Manager den Baukonzern nach der Mehrheitsübernahme durch den spanischen Großaktionär ACS verlassen. Ein Hochtief-Sprecher wollte sich am Samstag nicht dazu äußern. Wie die „WiWo“ unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, werden in der Bausparte “Solutions” der Vorstandsvorsitzende Henner Mahlstedt sowie Finanzchef Heiner Helbig gehen. Außerdem werde sich Konzernvorstand Martin Rohr verabschieden – er verantwortet unter anderem das Amerika-Geschäft. Ein Börsianer erwartet, dass der anhaltende Aderlass an Top-Managern die Stimmung und entsprechend auch die Aktie belastet. Wall Street: Dow Jones vor dem größten Monatsgewinn seit 1987 Nach dem Kurssprung am Vortag ist die Woche für die US-Börsen am Freitag unspektakulär zu Ende gegangen. Der Leitindex bewegte sich am Freitag in einer sehr engen Spanne von knapp 90 Punkten und verabschiedete sich mit einem kleinen Aufschlag von 0,18 Prozent mit 12.231,11 Punkten ins Wochenende. Auf Wochensicht steht für den Dow Jones mittlerweile ein Plus von 3,58 Prozent. Freundliche Konjunkturdaten und positive Unternehmenszahlen stützten den Leitindex, der damit nach dem vorletzten Handelstag im Oktober auf den größten Monatsgewinn seit Januar 1987 zusteuert. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es am Freitag um 0,04 Prozent auf 1.285,08 Punkte nach oben, womit das Börsenbarometer ebenfalls Kurs auf einen Rekordmonat nimmt. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index indes um 0,05 Prozent auf 2.735,15 Punkte, wogegen der Auswahlindex Nasdaq 100 0,06 Prozent auf 2.401,29 Punkte gewann. |
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