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8:36 | 24.01.2012
Tagesausblick: Griechenland-Frage macht Anleger nervös
Die wichtigsten deutschen Aktienindizes starten schwächer in den Handel. Die Börsianer warten weiter auf eine Lösung der Schuldenfrage in Griechenland und rechnen im Zuge der anhaltenden Unsicherheit in der Eurozone mit Gewinnmitnahmen. In den vergangenen sechs Handelstagen hatte der deutsche Leitindex in der Spitze mehr als fünf Prozent zugelegt und bei 6.460 Punkten den höchsten Stand seit Anfang August markiert. Die Investoren würden immer nervöser wegen Griechenland und warteten auf die Einigung über einen Schuldenschnitt, hinzu kämen Sorgen über möglichen neuen Hilfsbedarf für Portugal, was zunächst das Tempo des Anstiegs an den Börsen drosseln dürfte, sagt Stratege Stan Shamu von IG Markets. Die US-Vorgabe ist mittlerweile negativ: Der Future auf den Dow Jones Industrial verlor 0,24 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vorabend. Ein Händler verweist trotz der positiven technischen Lage der US-Indizes auf charttechnische Widerstände an den europäischen Märkten, so dass die Kurse fallen sollten. Auch die laufende Berichtssaison zieht zunehmend die Aufmerksamkeit der Börsianer auf sich. Am Nachmittag dürfte eine ganze Flut von Zahlen aus den USA dem Markt nochmal Impulse geben. Hierzulande sorgt erst einmal Siemens mit Zahlen für Bewegung. Händler reagierten verhalten auf die Quartalszahlen des Industriekonzerns. Umsatz und Ergebnis seien klar hinter den durchschnittlichen Marktschätzungen zurückgeblieben, kommentierte ein Börsianer. Lediglich die Sparte Healthcare habe die Erwartungen erfüllt. Zudem klingt der Ausblick des Elektrokonzerns zu optimistisch. Vorbörslich gaben die Papiere mehr als ein Prozent ab. Wall Street: US-Indizes schließen kaum verändert Die US-Börsen haben am Montag nach einer moderaten Berg- und Talfahrt kaum verändert geschlossen. Wie in Europa waren auch an der Wall Street die Verhandlungen über einen Schuldenerlass für Griechenland das zentrale Thema. Nach anfänglicher Zuversicht, dass es in Kürze zu einer Einigung mit den privaten Gläubigern Griechenlands komme, habe zuletzt wieder die Unsicherheit und Vorsicht der Anleger überwogen, hieß es von Börsianern. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor nach vier freundlichen Handelstagen 0,09 Prozent und schloss bei 12.708,82 Punkten. Zeitweise hatte er im Handelsverlauf bei rund 12.765 Punkten den höchsten Stand seit Mai 2011 erreicht. Der S&P 500 rückte um 0,05 Prozent auf 1.316,00 Punkte vor. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index um 0,09 Prozent auf 2.737,22 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 zeigte sich mit plus 0,01 Prozent auf 2.437,22 Punkte nahezu unverändert. |
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