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8:39 | 28.01.2011
Tagesausblick: Japan nimmt dem DAX den Schwung

Der Dax startet kaum verändert in den Freitag. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex bei 7.180 Zählern noch den höchsten Stand seit Mai 2008 markiert.

Die Schwäche der Börsen in Japan drücke etwas auf die zuletzt weiter positive Stimmung an den Aktienmärkten, sagte ein Händler. Der Nikkei-225-Index sank in Tokio um mehr als ein Prozent, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s S&P tags zuvor die Kreditwürdigkeit Japans herabgestuft hatte. Von der Wall Street kommen indes kaum Impulse. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones veränderte sich kaum seit dem Xetra-Schluss des DAX kaum.

Am Nachmittag dürften die Daten zum US-Wirtschaftswachstum und das von der Uni Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen den Wochenausklang bestimmen. Insbesondere vor Bekanntgabe des Wirtschaftswachstums der USA im vierten Quartal dürfte eine gewisse Vorsicht herrschen.

Stahltitel wie ThyssenKrupp im Dax und Salzgitter im MDax könnten Marktteilnehmern zufolge nach der schwachen Tendenz von Nippon Steel unter Druck geraten. Der japanische Stahlkonzern war zwar in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres in die Gewinnzone zurückgekehrt, hatte jedoch den Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt.

Mit Blick auf die Papiere der Deutschen Telekom verwiesen Händler auf Berichte, wonach Konzernchef Rene Obermann zuversichtlich ist, die Ziele für das abgeschlossene Geschäftsjahr erreicht zu haben. Das US-Geschäft soll demnach im laufenden Jahr die Trendwende schaffen. Ein Börsianer hält den Kurseinfluss für begrenzt. „Die Aktien sind derzeit in einer engen Spanne zwischen 9,60 Euro und 10 Euro gefangen“, sagte er mit Blick auf den Chart.

Wall Street: Technologie-Titel stützen US-Indizes

Der Dow-Jones-Index hat am Donnerstag so hoch wie seit Juni 2008 nicht mehr geschlossen. Überwiegend positive Unternehmenszahlen stützen das weltweit bekannteste Börsenbarometer. Vor allem Technologiewerte stachen mit teils glänzenden Quartalsbilanzen hervor.

Deutliche Verluste bei den Aktien des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble sowie gemischt ausgefallene Konjunkturdaten hinterließen aber Bremswirkung. So war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet deutlich geklettert.

Der Dow Jones Industrial rückte um 0,04 Prozent auf 11.989 Punkte vor, nachdem er zwischenzeitlich wie schon am Mittwoch über die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten gestiegen war. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte am Donnerstag um 0,22 Prozent auf 1.299 Punkte zu. An der Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,58 Prozent auf 2.755 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,69 Prozent auf 2.330 Punkte.


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