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8:42 | 07.03.2011
Tagesausblick: Kein Treibstoff für den deutschen Aktienmarkt

Der DAX, der bereits in der vergangenen Woche 1,28 Prozent verlor, startet auch in die neue Handelswoche schwächer. Der wieder steigende Ölpreis hatte am Freitag bereits zu Verlusten an der Wall Street geführt. Der japanische Nikkei-Index schloss heute fast 1,8 Prozent im Minus.

Das charttechnische Bild beim DAX hat sich auch weiter eingetrübt: „Auf Wochenbasis wurde die seit Anfang September 2010 bestehende Aufwärtslinie beim Leitindex nach unten durchbrochen“, heißt es im Ausblick bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Dass auf die „Ausbruchskerze“ ein sogenanntes „bearish harami“ folge, sei ebenfalls negativ zu werten. Damit steige, so die Experten, die Wahrscheinlichkeit für weiter nachgebende Kurse.

Der Stahlkonzern Salzgitter präsentierte heute einen Ausblick auf den Vorsteuergewinn 2011, der einem Händler zufolge „erschreckend niedrig“ ausgefallen ist. Die Markterwartungen lägen bei 272 Millionen Euro, avisiert werde lediglich mindestens eine Verdopplung der 2010 erreichten 48,9 Millionen Euro. Dies dürfte die Aktien deutlich belasten, obwohl das Unternehmen beim Ausblick regelmäßig konservativ sei. Die Bilanz des abgelaufenen Jahres habe indes insgesamt die Erwartungen erfüllt.

Die Titel von MAN könnten indes Händlern zufolge leicht unter Druck geraten. Die Übernahme des Unternehmens durch die Volkswagen-Tochter Scania verzögert sich laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“. In Wolfsburg seien andere Fragen wie die Kapitalerhöhung um fünf Milliarden Euro bei der Porsche Automobilholding SE wichtiger, heißte es unter Berufung auf Aussagen von VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Es gilt der Zeitung zufolge inzwischen als unwahrscheinlich, dass bereits auf der auf den 27. Juni verschobenen MAN-Hauptversammlung die Lkw-Allianz abgesegnet werde.

Wall Street: US-Arbeitsmarktdaten können Indizes nicht stützen

Steigende Ölpreise haben am Freitag die wichtigsten US-Aktienindizes belastet. Zwar war der vor Börsenbeginn veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für Februar überraschend gut ausgefallen, der Markt habe dies aber schon am Vortag vorweggenommen, sagten Händler. Nun sorgten sich die Ableger wieder um mögliche negative Auswirkungen der Ölpreise auf die konjunkturelle Entwicklung.

Der Dow Jones Industrial verlor 0,72 Prozent auf 12.169,88 Punkte. Im Wochenvergleich gewann der Index damit allerdings immerhin noch 0,33 Prozent hinzu. Der S&P-500-Index gab am Freitag um 0,74 Prozent auf 1.321,15 Punkte nach. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite Index um 0,50 Prozent auf 2.784,67 Punkte. Der Nasdaq 100 fiel ebenfalls um 0,50 Prozent auf 2.359,96 Punkte.


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