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Tagesausblick: Kommt im September die Zuversicht zurück?

Mit leicht positiven Vorgaben starten die europäischen Aktienmärkte heute in den Handel. Die Richtung werden wieder einmal die US-Konjunkturdaten am Nachmittag vorgeben.

„Der August war ein Schlag ins Wasser“, sagte ein Börsianer. Die Anleger fassten zum Monats-Auftakt jetzt aber neuen Mut. Allerdings ist der September traditionell einer der schwächeren Börsenmonate. Freundliche Impulse kämen von der Markterholung in Asien, wo der japanische Leitindex Nikkei mehr als ein Prozent zulegte. Auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial liegt verglichen mit seinem Stand zum europäischen Börsenschluss 0,25 Prozent im Plus.

In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit heute auf den ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes. „Insgesamt wird der ISM-Index wohl bestätigen, dass die Dynamik des konjunkturellen Aufschwungs merklich nachlässt“, erklärt Christian Schmidt von Helaba. Von Interesse sei zudem die Beschäftigungskomponente des ISM, denn sie liefere ebenso wie der ADP-Beschäftigungsbericht am Nachmittag wichtige Indikationen für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht.

Die Aktien von BMW und RWE stehen nach den beschlossenen Änderungen in den zwei wichtigsten europäischen Indizes im Fokus. Wie der Index-Anbieter Stoxx Ltd. am Dienstagabend mitgeteilt hatte, wird der Autobauer ab dem 20. September in den Leitindex der Eurozone aufrücken und dort den niederländischen Versicherer Aegon ersetzen. Der Versorger RWE muss dagegen den Stoxx Europe 50 verlassen. Ein Händler beurteilte den Aufstieg von BMW als erwartungsgemäß, was sich jedoch auch nicht nachteilig für die Aktie auswirken sollte. RWE sei zwar diskutiert worden, aber keinesfalls klar gewesen. Die Aktie könnte daher etwas unter Druck kommen.

Wall Street: Dow Jones hauchdünn im Plus

Dank überwiegend positiv ausgefallener Konjunkturdaten hat der Dow Jones am Dienstag die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten verteidigt.

So ist in den USA das Verbrauchervertrauen im August stärker gestiegen als von Experten erwartet worden war. Zudem haben in den Vereinigten Staaten die Hauspreise im Juni deutlicher als gedacht zugelegt. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago jedoch hatte sich im August überraschend deutlich eingetrübt. Insofern fiel das Plus im Leitindex auch nur hauchdünn aus.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um minimale 0,05 Prozent auf 10.014 Punkte. Am Vortag hatte der weltweit bekannteste Aktienindex noch 1,39 Prozent verloren. Für den gesamtem Monat August bedeutete dies ein Minus von 4,31 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index rückte an diesem Dienstag um 0,04 Prozent auf 1.049 Punkte vor. An der Technologiebörse Nasdaq aber sank der Composite-Index um 0,28 Prozent auf 2.114 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 0,26 Prozent auf 1.767 Punkte. Bei den Technologiewerten schlug ein pessimistischer Analystenkommentar zum Blackberry-Hersteller Research In Motion negativ zu Buche.

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