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8:51 | 30.01.2012
Tagesausblick: Zurückhaltung vor EU-Gipfeltreffen
Griechenland bleibt weiter das beherrschende Thema an den Aktienmärkten und steht auch heute im Mittelpunkt des EU-Gipfeltreffens. Der Dax startet etwas leichter in die neue Handelswoche. Die Vorgaben sind leicht negativ: Die US-Futures gaben seit Freitag etwas nach, und auch in Asien tendierten die Börsen am Morgen überwiegend schwächer. Da es am Wochenende kaum Fortschritte in der griechischen Schuldendiskussion gegeben hat, fehle dem EU-Gipfel an diesem Montag auch ein freundlicher Gesprächsimpuls, berichtet Chris Weston von IG Markets. Nichtsdestotrotz geht der Händler davon aus, dass es in dieser Woche zu einer Einigung kommen wird. Bevor sich die EU-Regierungschefs zum Gipfel treffen, könnte zunächst die Abstufung von fünf Euro-Ländern, darunter Spanien und Italien, durch Fitch für Gesprächsstoff sorgen. Zumal in Italien am Vormittag Anleihe-Auktionen auf der Agenda stehen. Deutlich nach unten ging es vorbörslich für die Aktie von Hochtief. Händler begründeten dies mit Aussagen Wochenende, wonach der Verlust im abgelaufenen Jahr wegen hoher Abschreibungen auf die Australien-Tochter Leighton höher als erwartet ausfallen wird. Der Baukonzern rechnet nun für 2011 mit einem Minus vor Steuern von etwa 130 Millionen Euro. Bisher war das Unternehmen von einem Minus im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich ausgegangen. Der Konzernverlust soll bei 160 Millionen Euro (bisher 100 Millionen Euro) liegen. Seine Prognose für einen operativen Gewinn im Jahr 2012 hat Hochtief allerdings bestätigt. Siemens gerät wegen Aussagen von Philips in den Blickpunkt. Der niederländische Elektronikkonzern ist im Schlussquartal stärker in die roten Zahlen gerutscht als befürchtet. Das schwache Geschäft in Europa, Verschiebungen bei Lieferungen in der Gesundheitstechnik und ein Lagerabbau im Lichtgeschäft hätten auf dem Quartal gelastet, sagte Vorstandschef Frans van Houten. Siemens konkurriert im Bereich Lichttechnik und in der Medizintechnik mit dem niederländischen Konzern. Wall Street: BIP-Zahlen drücken Dow Jones ins Minus Die US-Aktienbörsen haben am Freitag mit Verlusten auf schwach ausgefallene Daten zum Bruttoinlandsprodukt reagiert. Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3 Prozent gerechnet hatten. Dabei speiste sich der Zuwachs zudem insbesondere aus dem Lageraufbau und nicht aus Investitionen und Konsum, was von Experten enttäuscht aufgenommen wurde. Der Dow Jones Industrial verlor 0,58 Prozent auf 12.660,46 Punkte. Damit steckte der Leitindex der US-Börsen nach einem Plus von 2,40 Prozent in der Vorwoche mit nun minus 0,47 Prozent den ersten Wochenverlust im neuen Jahr ein. Der S&P 500 gab 0,16 Prozent auf 1.316,32 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq hingegen legten die Indizes zu: Der Composite-Index lag im Plus mit 0,40 Prozent bei 2.816,55 Punkten, und der Nasdaq 100 stieg um 0,29 Prozent auf 2.461,77 Punkte. |
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