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15:55 | 11.01.2012
Thalia trübt den Douglas-Ausblick
Der Handelskonzern Douglas verprellt mit seinem Ausblick die Anleger. Probleme bereiten jedoch nicht die gleichnamigen Parfümerien, sondern die Buchsparte Thalia, der die Kunden weglaufen. Die erforderlichen Restrukturierungen belasten den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 (Ende September). Mit diesem trüben Ausblick taucht auch die Aktie deutlich ab. Die Douglas-Papiere führen mit einem Minus von fast neun Prozent die Verliererliste im MDax an. Die Buchsparte Thalia leidet unter der zunehmenden Konkurrenz der Online-Händler. Um diesen die Stirn zu bieten, kündigte Douglas nun Restrukturierungen an, die allerdings zunächst das Ergebnis belasten werden. Das EBITDA wird im laufenden Jahr voraussichtlich von 292,9 Millionen auf 200 Millionen bis 250 Millionen Euro zurück gehen. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen eine „leichte Steigerung“ auf über 3,4 Milliarden Euro. Nach ersten Einschätzungen auf dem Parkett liegt der EBITDA-Ausblick rund 20 Prozent unter den Konsensschätzungen. „Der EBITDA-Ausblick liegt rund 50 Millionen Euro unter unseren Erwartungen“, erklärt Ingbert Faust von Equinet. Es sei schwer abzuschätzen, inwieweit dies mit der geplanten Restrukturierung bei Thalia zusammenhänge. Aufschluss darüber erwartet er von der Analystenkonferenz am Donnerstag. Auch bei der DZ Bank war der Ausblick der große Kritikpunkt. Dagegen sei das wichtige Weihnachtsgeschäft im Rahmen seiner positiven Erwartungen ausgefallen, schreibt Analyst Holger Schwesig. Das sehr starke Deutschlandgeschäft habe die schwächere Entwicklung im Ausland kompensiert. Händler Markus Huber von ETX Capital sprach von mehr oder weniger erwarteten Zahlen. Zwar spreche das Unternehmen von einem guten Start ins neue Geschäftsjahr. Am Ausblick auf 2012 mit all seinen Unsicherheiten wegen der europäischen Finanzkrise und des nachlassenden Wirtschaftswachstums scheine sich nicht viel geändert zu haben. |
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