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10:48 | 11.08.2015
Tief in den roten Zahlen: Manz hofft auf das 2. Halbjahr

Keine guten Nachrichten hat Manz für seine Aktionäre: Stornierte und verschobene Aufträge lassen den Hightech-Maschinenbauer im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen abrutschen. Die Aktie gerät kräftig unter Druck.

Mit einem Minus von zeitweise über fünf Prozent sind die Papiere mit Abstand schwächster Wert im TecDAX – im Tief rutscht der Kurs kurz nach Handelsbeginn auf 65,66 Euro ab. Damit notierte der Titel mittlerweile mehr als 30 Euro unter dem Mehrjahreshoch von 96,12 Euro aus dem Mai.

Thomas Rau von der Investmentbank Equinet zeigt sich dennoch weiter zuversichtlich. Die schwache zweite Bilanz des Maschinenbauers habe kaum überrascht. Der Analyst rechnet weiterhin mit einer leichten Umsatz- und Ergebniserholung in der zweiten Jahreshälfte. Nach der Gewinnwarnung vor wenigen Wochen sei klar geworden, dass das Jahr 2015 ein Übergangsjahr sein werde. Der Ausblick für 2016 habe sich nicht geändert und sei vielversprechend. Rau bestätigte seine Kaufempfehlung mit dem Kursziel 91 Euro.

In den ersten sechs Monaten fiel ein Verlust von 15 Millionen Euro nach einem Mini-Gewinn im Vorjahreszeitraum an. Der Umsatz sackte um gut ein Viertel auf 122 Millionen Euro ab. Operativ (Ebit) kam ein Fehlbetrag von knapp 13 Millionen Euro zusammen – vor einem Jahr stand hier noch ein Gewinn von gut einer Million Euro.

Prognose bestätigt: Vorstand weiter zuversichtlich

„Die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr ist aufgrund von nicht beeinflussbaren Kundenentscheidungen noch hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Die positiven Signale in allen drei Geschäftsbereichen sowie der solide Auftragsbestand von rund 100 Millionen Euro bilden jedoch eine gute Basis für eine verbesserte Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr“, erklärt Dieter Manz. Der Vorstandsvorsitzende und Gründer der Manz AG zeigt sich angesichts der aktuellen Dynamik im Bereich Energy Storage und der signifikanten Potenziale in unseren Zielbranchen Electronics und Solar „vom Erfolg unseres Geschäftsmodells überzeugt“.

An der Ende Juni gesenkten Prognose hält der Vorstand fest. Demnach soll der Umsatz in diesem Jahr „moderat“ unter dem Vorjahreswert von 305,9 Millionen Euro liegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde sich im Vergleich zu 2014 zwar verbessern, jedoch voraussichtlich weiter negativ sein. Manz hatte 2014 nach hohen Abschreibungen operativ einen Verlust von 32,8 Millionen Euro bilanziert und wollte in diesem Jahr ursprünglich die Rückkehr in die schwarzen Zahlen schaffen. Doch durch diese Rechnung machte die Stornierung eines 12-Millinen-Euro-Auftrags im Frühsommer samt dem Ausfall von erwarteten Folgeaufträgen einen Strich. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Manz


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