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9:14 | 08.01.2009
TopStory: Aluminium wird 2009 unter schwacher Automobilindustrie leiden
financial.de TopStory: Die Aluminiumpreise werden 2009 sehr wahrscheinlich von dem kräftigen Einbruch der Automobilindustrie belastet. Wie die Analysten von der IKB Deutsche Industriebank in ihrem monatlichen Rohstoffpreisbericht mitteilten, prognostizieren sie die Aluminiumpreise im laufenden Jahr in einer Spanne zwischen von 1.200 USD/t bis 1.800 USD/t. Auch die Baukonjunktur werde erwartungsgemäß schwach sein und auf die Aluminiumpreise drücken. Die Aluminiumproduktion werde wahrscheinlich gedrosselt. Allerdings sei das Ausmaß der Produktionskürzungen zu gering, um die negativen Preiseffekte wegen der schwachen Automobilindustrie und dem Rückgang der Baukonjunktur zu kompensieren, hieß es weiter. Ebenfalls mit der schwachen Automobilkonjunktur begründen die Analysten ihre Erwartung, der Preisabstand zu den Sekundäraluminiumlegierungen werde bis zu rund 500 USD/t betragen. Sollte die Automobilindustrie wieder anziehen, sehen die IKB-Experten den Aluminiumpreis wieder bei 2.00 USD/t. Der langfristige Trend sei in jedem Fall positiv, macht der Bericht klar. Die Future-Notierungen für das Metall deuteten dies an. Derzeit drückten das hohe Produktionsniveau sowie die Lagerbestände auf die Preise. Die Notierungen seien im Dezember zurückgegangen, nachdem die rein spekulative Nachfrage weggefallen war. Was die reale Nachfrage angeht, so sehen die IKB-Analysten für das Gesamtjahr 2008 Zuwächse von 4% bis 5% für alle Länder außer China. Dort war die Produktion bis einschließlich November überdurchschnittlich gestiegen, im Dezember dagegen mit minus 10% besonders stark zurückgegangen. Für den Weltverbrauch beim Aluminium prognostiziert der IKB-Bericht eine Gesamtmenge von 39 Mio t für das Jahr 2008, im neuen Jahr sollte er sich den Experten zufolge auf diesem Niveau stabilisieren. Die Nachfrage im laufenden Jahr werde auch bei Sekundäraluminium von dem Einbruch der Automobilindustrie gedämpft. Ab dem Jahr 2010 sollte die Nachfrage aber wieder dank des Trends zum Leichtbau bei Pkws wieder auf den normalen Wachstumspfad zurückkehren. Auch die Lagerbestände bieten dem Bericht zufolge derzeit kein Potenzial für einen Preisanstieg. Diese hätten sich seit Mitte 2008 mehr als verdoppelt und liegen derzeit bei 2,3 Mio t, was dem Verbrauch von einem halben Monat entspreche. 2009 werde sich das Schrottaufkommen verknappen, ebenfalls aufgrund der schwachen Automobilindustrie, weil aufgrund der sinkenden Neuwagenkäufe weniger Schrotte aus der Altautoversorgung zu erwarten sind. financial.de 08.01.2009 |
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