10:14 | 04.03.2010
TopStory: Chinas Volkskongress nimmt sich der Überkapazitäten bei Stahl und Metallen an
TopStory: Wenn an diesem Freitag Chinas Nationaler Volkskongress eröffnet wird, werden die Debatten über die Stahl- und NE-Metallindustrien vermutlich von den Themen Überkapazitäten und Konsolidierung dominiert werden, sagen Beobachter. Im Vorfeld der jährlich stattfindenden parlamentarischen Versammlung hat die Regierung wiederholt auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Überproduktion einzudämmen, welche in beiden Branchen zu schädlichen und kostspieligen Auf- und Abschwungszyklen geführt hat.
Standen im vergangenen Jahr noch die Themen Lagerbestandsaufbau und Stromsubventionen im Fokus der Politik, die damit den Produzenten helfen und die Wirtschaft stimulieren wollte, so geht es in diesem Jahr – nach einer erstaunlichen Rallye der Metallpreise – vor allem darum, eine Überhitzung der Konjunktur und die Entstehung von Spekulationsblasen zu vermeiden. Mit Unterstützung von Ministerpräsident Wen Jiabao haben die maßgeblichen politischen Gremien der Volksrepublik Stahl und NE-Metalle in den Kreis der 10 Sektoren aufgenommen, die die Probleme in Chinas großem, fragmentiertem und widerspenstigem industriellen Sektor verkörpern.
Überproduktion, Konsolidierung und Systemanpassung heißen 2010 die Parolen, sagte Li Xinchuang, Chef des einflussreichen China Metallurgical Industry Planning and Research Institute, am Mittwoch zu Journalisten. Der Volkskongress wird jedoch nicht im Detail über politische Maßnahmen beraten; er gilt unter westlichen Beobachtern sowieso als Gremium, das die Vorgaben der Staats- und Parteispitze abnickt.
Allerdings ist zu erwarten, dass das “Parlament” grundsätzlich für eine Konsolidierung in diesen beiden Industriesektoren eintritt, zumal China den Schwerpunkt seiner Geldpolitik von Expansion auf Verknappung verlagern wird. Die Kupferpreise sind 2009 um 141% auf 59.690 CNY/t gestiegen, der Preis für Zink hat sich verdoppelt und der für Aluminium legte um 46% zu. Eisenerz zur Auslieferung nach China wurde am Spotmarkt über das Jahr gesehen 60% teurer.
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