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TopStory: Flaues Kaufinteresse sorgt für Rückgang der Erdölpreise

TopStory: Rohstoffe Extra – Am Weltmarkt für Erdöl verläuft in diesen Tagen der Handel schleppend und bewirkt, dass die Preise nachlassen. Im kommenden Jahr dürfte der weltweite Erdölverbrauch nur eine geringe Zunahme erfahren. Es kann also davon ausgegangen werden, dass auch 2010 ausreichend Ware vorhanden sein wird.

Erstmals seit mehreren Monaten schwankt der Ölpreis wieder knapp unter 70 USD pro Fass. Ein leicht festerer Dollar am Devisenmarkt hat dazu beigetragen, dass das Öl an Boden verloren hat. Gewöhnlich bewegen sich die Preiskurven des Greenback und des schwarzen Goldes gegenläufig. Denn ein steigender Dollarkurs verteuert das Erdöl für Investoren ausserhalb der Vereinigten Staaten, die in solchen Fällen mit dem Kauf von Erdöl Zurückhaltung üben.

Dieser Umstand ist jedoch nicht der alleinige Grund für das billiger gewordene Erdöl. Die Nachfrage für Erdöl hat namentlich in den USA angesichts steigender Lagerbestände deutlich nachgelassen. Kurzfristig trägt zu dieser Entwicklung mit Sicherheit der bisher milde Winter in der nördlichen Hemisphäre bei. Doch haben sich bereits im Jahr 2008 die Reserven deutlich erhöht.

Zusätzlich belastet ein fundamentaler Faktor den Erdölhandel: Die Internationale Energie Agentur (IEA) bezeichnet nämlich ganz allgemein das Kaufinteresse der amerikanischen Verarbeiter und Konsumenten als “hartnäckig schleppend” und rechnet damit, dass im nächsten Jahr das Wachstum in den USA nicht mehr als 0,7% oder 1,5 Mio Fass ausmachen wird. Diese Voraussage könnte laut IEA ein wichtiger Hinweis für den globalen Erdölverbrauch im kommenden Jahr darstellen und kann sogar darauf hindeuten, dass hinter eine Verbesserung des Erdölmarktes in Richtung eines ausgeglicheneren Verhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage ein Fragezeichen gesetzt werden muss.

Immerhin hält die Agentur an ihrer bisherigen Prognose fest, wonach im Jahr 2010 der Weltkonsum gegenüber dem Vorjahr um 130′000 Fass auf 86,3 Mio Fass klettern wird, was einer mutmasslichen Zunahme gegenüber dem laufenden Jahr von 1,7% entsprechen würde. Bis zum Jahr 2014 stellt die IEA ein Wachstum auf nahezu 91 Mio Fass in Aussicht, was innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren eine durchschnittliche Steigerung pro Jahr von 1,2% bedeuten würde. Der verstärkte Erdölverbrauch der kommenden Jahr wird laut IEA nicht von den traditionellen Industrieländern der OECD verursacht sondern von Schwellenländern, die bis 2014 für 51% des globalen Konsums verantwortlich zeichnen dürften.
 
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