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7:37 | 26.05.2008
TopStory Gold: Gold kann erneut auf 1.000 USD/Feinunze steigen
financial.de TopStory Gold: Experten rechnen mit einem erneuten Anstieg des Goldpreises auf 1.000 USD/Feinunze, wie er in diesem Jahr schon einmal stattgefunden hat, und der Preis könne sogar noch höher gehen. Auf einer Bergbaukonferenz in Lima wiesen sie auf die steigende Nachfrage, stärkere Inflation, einen sinkenden US-Dollar, De-Hedging von Minenunternehmen und eine zunehmende Geldmenge hin, Faktoren die bisher schon den Goldpreis festigten und auch weiter wirksam seien. “Wir erwarten immer noch, dass der Goldpreis in diesem Jahr erneut 1.000 USD je Unze erreichen wird und womöglich noch diese Barriere übersteigt”, sagt Philip Klapwijk, Executive Chairman von GFMS. Mitte März war Gold bis auf 1.011 USD/Feinunze angezogen und ist jetzt wieder auf 923 USD zurückgegangen. Im vergangenen Jahr hatte der Durchschnittspreis bei 695 USD/Feinunze gelegen. Auch Greg Barnes von TD Newcrest berichtete von Gesprächen mit Experten, die sehr bullisch gestimmt seien und einen neuerlichen Preisanstieg auf 1.000 USD fast für sicher hielten. Die Stärke der Wirtschaft solcher Länder wie China hat die Nachfrage nach Commodities und dabei auch nach Gold in die Höhe getrieben. Die globale Inflation ist aber nicht entsprechend gestiegen, wie Max Layton von Macquarie Capital Securities feststellt. Seine Bankengruppe sage bis Ende des kommenden Jahres einen Goldpreis von 1.100 USD/Feinunze voraus. Trevor Turnbull von Scotia Capital Inc stellt heraus, dass Gold seit Anfang 2001 hinter den Preiszuwächsen anderer Commodities zurückgeblieben sei. Langfristig sei mit noch höheren Goldpreisen zu rechnen. Die Experten betonen die steigende Nachfrage nach Gold in Nationen wie China, der Türkei, Saudi-Arabien, Russland und Indien, die einen Ausgleich für den Rückgang in den USA und Europa böten. Der World Gold Council (WGC) hatte dieser Tage einen Anstieg der Nachfrage im ersten Quartal gegenüber dem gleichen Vorjahresabschnitt um 20% auf 20,9 Mrd USD berichtet. Im Vergleich zum Stand von vor vier Jahren stellt das dagegen mehr als eine Verdoppelung dar. Nach den Worten von Mauricio de la Cuba, Leiter der Weltwirtschaftsabteilung der Zentralbank von Peru, liegt der Preis von Gold real noch immer unter dem Wert der frühen 1980er Jahre. Während der vergangenen fünf Jahre stammte laut WGC 60% des Goldangebots aus dem Bergbau, etwa 25% aus Altgold und 14% aus dem offiziellen Sektor. Die Nachfrage hingegen setzt sich zu 69% aus der Schmuckherstellung, 19% aus Anlagezwecken und der Rest aus der industriellen Anwendung zusammen. financial.de, 26.05.2008 |
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