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TopStory: Noch wenig Kaufinteresse für Aluminium am Metallmarkt
TopStory: Im Gegensatz zu den meisten übrigen Industriemetallen ist bisher von einer Markterholung beim Handel mit Aluminium noch wenig zu spüren. Umfangreiche Lagerbestände sorgen dafür, dass auch in nächster Zukunft die Verarbeiter kaum in verstärktem Masse als Käufer in Erscheinung treten werden.
Verschiedene Faktoren werden als Gründe dafür aufgeführt, dass die Industriemetalle seit dem vergangenen März für viele Marktbeobachter überraschend im Zeichen einer Preiserholung stehen. Einigkeit besteht darüber, dass die Nachfrage aus China der wichtigste Grund dafür ist, dass mittlerweile sämtliche Metalle einen Preisauftrieb verzeichnen.
Insbesondere das chinesische Büro für staatliche Reserven, also die Regierung selbst, tritt als aggressiver Käufer am Markt in Erscheinung, um die strategischen Reserven des Landes aufzustocken. Dabei steht vor allem Kupfer in der Gunst Chinas, dagegen kaum Aluminium. Angesichts der riesigen Lagerbestände in aller Welt, vor allem an Raffinade-Aluminium, befürchtet niemand seitens der Verbraucher, dass sich in absehbarer Zukunft die Versorgungslage zuspitzen kann.
China selbst ist seit 2003 der mit Abstand grösste Aluminiumproduzent der Welt und erzeugt mit mehr als 12 Mio Tonnen viermal mehr als Kanada, der zweitgrösste Erzeuger am Weltmarkt. Zusätzlich waren im zweiten Halbjahr 2008 die Produzenten von Aluminium, im Gegensatz zu den Erzeugern anderer Industriemetalle, nicht in der Lage, ihre Kapazitäten rechtzeitig dem Bedarf anzupassen. Als China im Jahre 2007 mehr Aluminium verbrauchte als das Land selbst produzierte, wurde auch weltweit ein Höhepunkt hinsichtlich des Bedarfs erreicht.
Seither hat im Zeichen der globalen Wirtschaftskrise der Konsum deutlich nachgelassen. Immerhin darf angenommen werden, dass der Tiefpunkt in diesem Jahr erreicht wurde, als im Februar die Notierung an der Londoner Metallbörse unter die Marke von 1′300 USD pro Tonne abgesackt war. Seither ist im Mai sogar mehrmals die Schwelle von 1′500 USD überschritten worden.
Sollte sich der Preis wieder gegen 1′300 USD entwickeln, beispielsweise wenn in den Sommermonaten aus saisonalen Gründen die Nachfrage der Verarbeiter ohnehin abzunehmen pflegt, kann mit einer deutlicheren Reaktion seitens der Produzenten und entsprechenden Anpassung an den Bedarf gerechnet werden. Aus heutiger Sicht ist dennoch zu erwarten, dass der Durchschnittspreis für Aluminium im laufenden Jahr kaum das Niveau von über 1′360 USD erreichen wird.
Eine solche Notierung bedeutet eine deutliche Korrektur nach unten. Hat sich doch im vergangenen Jahr der Durchschnittspreis auf immerhin 2′571 USD und im Jahre 2007 sogar auf 2′639 USD eingependelt. Der Preis für Aluminium hat sich also innerhalb von zwei Jahren praktisch halbiert. Längerfristig ist jedoch ein wachsender Bedarf an diesem Leichtmetall unverkennbar. In erster Linie die Fahrzeughersteller gehen jährlich immer stärker zu Aluminium über. 25.05.2009 AWP NewsService
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