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TopStory Rohstoffe: Rohstoffboom in Australien dauert an
financial.de TopStory: Der weltweite Rohstoffboom wird voraussichtlich dazu führen, dass Australiens Wirtschaft in den nächsten fünf Jahren keine Angst vor einer Rezession zu haben braucht – obwohl die Rohstoffpreise 2010 oder 2011 wahrscheinlich einen Tiefpunkt erreichen. Dies schreibt das australische Forschungsinstitut BIS Shrapnel in einer aktuellen Prognose mit dem Titel „Bergbau in Australien – 2008 bis 2023″. Die anhaltend hohen Investitionen in den Bergbau zusammen mit der zunehmenden Produktion werden den dämpfenden Effekt von Inflation und steigenden Zinsen ausgleichen, heißt es. Der Boom wird nach Einschätzung der Branchenexperten in den kommenden fünf Jahren in Australien zu einem BIP-Wachstum zwischen 2,5% und 4,5% pro Jahr führen.
„Zurzeit verzeichnet der Bergbausektor massive Einkommenssteigerungen infolge der starken Rohstoffpreise. Dies dient der Finanzierung von Investitionen zwecks Kapazitätssteigerung und füllt natürlich auch die Staatskassen”, sagte Adrian Hart, Experte für Infrastruktur und Bergbau bei BIS Shrapnel. „Im Verlauf wird dann die steigende Produktion die Auswirkungen des erwarteten Rückgangs bei den Rohstoffpreisen auffangen, wodurch der Beitrag des Minensektors zum Wirtschaftswachstum auf einer sehr soliden Basis steht.” In dem Bericht wird von einem starken Wachstum der australischen Exporte im Minensektor ausgegangen, wodurch sich das Handelsbilanzdefizit Australiens in den Jahren 2008/09 und 2009/10 in einen Überschuss drehen dürfte. Dabei haben nach Einschätzung der Analysten die Preise für energie- und stahlrelevante Rohstoffe – wie Öl, Gas und Eisenerz – die besten Aussichten in den kommenden fünf Jahren. Für die anderen Rohstoffe wird entweder für 2010 oder 2011 mit einem Tiefpunkt im Preiszyklus gerechnet.
Die stärksten Preisrückgänge werden bei Nickel, Zink, Blei und Kupfer erwartet. Bei Kohle und Eisenerz dagegen wird bis 2009 mit einem weiteren Preisanstieg gerechnet, bevor die Preise dann zwischen 2010 und 2012 wieder rückläufig sind. Allerdings erwarten die Experten des Instituts trotz der Preisrückgänge, dass die Rohstoffpreise auch dann deutlich über ihren langfristigen Durchschnittswerten verharren. „Ein starkes Wachstum der globalen Nachfrage nach Stahl, angetrieben durch die Industrialisierung Chinas, heizt den Boom speziell bei Eisenerz und Kokskohle an”, erläutert Hart. Obwohl das Wirtschaftswachstum in China im Vergleich zu den letzten Jahren etwas an Tempo einbüßen dürfte, werde das Land die Nachfrage nach australischen Metallen und Mineralien weiterhin in die Höhe treiben.
financial.de 18.07.2008
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