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TopStory: Vale Inco riskiert Marktanteilsverlust durch Streik
TopStory: Der Streik im kanadischen Nickelbergbau bringt die zum brasilianischen Bergbaugiganten Vale SA gehörende Vale Inco in die Gefahr, Marktanteile gerade zu der Zeit einzubüßen, da die Nachfrage nach dem Metall weltweit sich wieder zu erholen beginnt. Nachdem die Bergarbeiter in Voisey’s Bay am vergangenen Samstag die Arbeit niedergelegt haben, befinden sich nun 3.420 Beschäftigte von Vale Inco im Ausstand. Der Streik erstreckt sich über die Niederlassungen in Ontario, Newfoundland und Labrador. Nach Aussage eines früheren leitenden Mitarbeiters von Vale, der anonym bleiben wollte, hat das Unternehmen seit dem vergangenen Jahr die Nickelförderung reduziert und so den Preis wieder in die Höhe getrieben. Einerseits sei die Entwicklung günstig für Vale, da das Unternehmen so einen besseren Preis erziele, andererseits könnte es Marktanteile verlieren, falls der Streik länger dauere. Der Kernpunkt sei, dass Vale die Kosten in Nordamerika auf das Niveau der übrigen Welt drücken wolle. Das sei aber schwierig, da die Gewrkschaften dort eine starke Position hätten. Der Streik könne sich länger hinziehen, vermutet der Ex-Manager, und es gebe bereits Anzeichen, dass die Nickelvorräte sinken, während die Nachfrage sich im dritten Quartal belebe.
Die Arbeiter im Sudbury-Komplex in Ontario sind am 13. Juli in den Streik getreten, nachdem keine Einigung über einen revidierten neuen Tarifvertrag für drei Jahre zu Stande kam. Nach Angaben des Repräsentanten der United Steelworkers (USW), Wayne Fraser, hat sich Vale seit dem 5. Juli zu keinen Treffen mehr bereit erklärt. Die Sudbury-Mine war zu der Zeit, als der Streik begann, für Instandsetzungsarbeiten geschlossen und sollte am 27. Juli wieder in Produktion gehen. Fraser ist überzeugt, dass der Arbeitskampf Monate dauern kann. Der Nachrichtenagentur Estado sagte er, Vale Inco verfüge nur noch über Lagerbestände bis Ende August. Sollte der Streik nicht bis dahin beendet werden, würde das Unternehmen sechs Wochen benötigen, um seine Verkäufe wieder aufzunehmen. Demgegenüber äußerte ein Sprecher von Vale Inco, die Produktion werde unverzüglich wieder aufgenommen, sowie die Arbeiter zurückkehren. Auch meinte er, die Mitarbeiter hätten keinen Zugang zu Informationen über die Höhe der Lagerbestände. Chief Financial Officer Fabio Barbosa hatte kürzlich noch erklärt, die Nickelumsätze von Vale seien im zweiten Quartal nach Preis und Volumen gewachsen und es gebe Anzeichen für eine Belebung der Nickelnachfrage.
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