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10:33 | 05.05.2010
Trotz Prognoseanhebung: Henkel-Aktie bricht ein
Saubere Gewinne hat der Konsumgüterhersteller Henkel (u. a. Persil) für das erste Quartal präsentiert und die Ergebnisplanzahlen für 2010 angehoben. Analystin Iris Schäfer von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) spricht von einem “sehr guten Start ins Jahr”. Dennoch ist die Aktie im frühen Handel mit einem Minus von 5 Prozent der größte Verlierer im DAX. Der Umsatz von Henkel hat sich im ersten Quartal von 3,25 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 3,512 Milliarden Euro erhöht, der Gewinn vor Zinsen und Steuern von 218 Millionen auf 422 Millionen Euro. Der Überschuss war von 121 Millionen auf 266 Millionen Euro gestiegen. Folge: Die Prognose für 2010 wurde angehoben. Der operative Gewinn und der Gewinn je Aktie sollen jeweils um mehr als 15 Prozent zulegen – bisher war man nur von einem Anstieg um 10 Prozent ausgegangen. Cheuvreux-Analyst Martin Roediger sieht die Zahlen nur leicht über den Erwartungen des Marktes, außerdem sei die Anhebung der Prognose für 2010 erwartet worden. Roediger stuft den Titel weiter mit “Underperform” ein. Händler machten Gewinnmitnahmen für die negative Kursentwicklung verantwortlich. Nun lägen alle Zahlen auf dem Tisch, so ein Börsianer. Wie schon des Öfteren in den vergangenen Wochen handelten einige Anleger nach dem Motto “sell on good news”. Einige gingen davon aus, dass es nicht mehr besser werden könne. Ein weiterer Händler verwies darauf, dass der Markt auf eine noch deutlichere Anhebung des Jahresausblicks gehofft habe. Doch die Meinungen gehen auseinander: Iris Schäfer von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) belässt die Papiere auf “Buy” und das Kursziel bei 43 Euro. Sowohl das organische Wachstum als auch das bereinigte Ergebnis lägen klar über den Erwartungen. Auch ein Händler sagte, Henkel habe die Expertenschätzungen beim Umsatz und Ergebnis weit übertroffen. Insbesondere die Bereiche Kosmetik und Klebetechnik hätten sich gut entwickelt. Allerdings seien die Zuwächse beim Ergebnis zum Teil auch auf schwache Vergleichszahlen zurückzuführen. |
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