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10:20 | 23.01.2012
Wincor Nixdorf: Schwaches Bankengeschäft drückt den Gewinn

Die Zahlen von Wincor Nixdorf sorgten für ein erstes Aufatmen bei den Anlegern. Der Gewinnrückgang beim Geldautomaten-und Kassensystemhersteller lag im ersten Geschäftsquartal im Rahmen der Erwartungen, der Umsatz sogar darüber. Das Umfeld bleibt für die Ostwestfalen jedoch  schwierig.

Die Aktie von Wincor Nixdorf ist im frühen Handel mit einem Plus von 4 Prozent größter Gewinnern im MDax, allerdings hat das Papier auch in den vergangenen zwölf Monaten rund 40 Prozent an Wert eingebüßt.

Im ersten Geschäftsquartal bekam das MDax-Unternehmen erneut das schwankende wirtschaftliche Umfeld und die unsichere Lage der Banken zu spüren . Umsatz und Gewinn gingen zurück. Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank sprach deshalb auch von „wenig inspirierenden Zahlen bei einem anhaltend schweren Geschäftsumfeld“.

Der Umsatz zwischen Oktober und Dezember sank um vier Prozent auf 608 Millionen Euro. Steigende Erlöse im Geschäft mit Handelsunternehmen standen deutlich rückläufige Umsätze mit Banken gegenüber. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) ging um mehr als ein Fünftel auf 40 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich blieb mit 25 Millionen Euro gut ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr. Analysten hatten mit diesem Rückgang beim Gewinn gerechnet. Der Umsatzrückgang fiel indes kleiner aus als befürchtet.

Das insgesamt schwächere Geschäft machte sich vor allem im rückläufigen Verkauf der Automaten bemerkbar: Der Umsatz im Hardwaregeschäft brach um 14 Prozent auf 285 Millionen Euro ein, während die Verkäufe von Software und Serviceleistungen um sieben Prozent auf 323 Millionen Euro zulegten. Damit verschoben sich die Gewichte. Normalerweise ist das Hardwaregeschäft zumindest leicht stärker. Wincor Nixdorf will mit beiden Standbeinen eigentlich gleich viel umsetzen.

Die Perspektiven für Wincor Nixdorf in den nächsten Monaten seien weiter schwer abschätzbar, erklärt der Vorstand. Den wenig konkreten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr (Ende September) bekräftigten die Paderborner. Demnach ist beim Umsatz eine Schwankungsbreite zwischen einem leichten Rückgang bis hin zu einem leichten Wachstum gegenüber dem Vorjahr möglich. Ebenso breit ist die Spanne beim operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita). Hier sei ein deutlicher Rückgang ebenso realistisch wie ein Ergebnis leicht über dem Vorjahr.


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